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Häusliche Kontrolle und Zahnpflege

    Zähneputzen ist lästig?
    Morgens eine Minute reicht?
    Gegen Schmerzen gibt´s doch Tabletten!
    Meinen Kaffe trink´ ich eh lieber kalt.
    Ich kau´ doch Gummi?
    Zahnseide ist eklig!

Vorbeugen ist besser!...

...als Heilen und allemal besser und angenehmer als Bohren, Füllen oder Ziehen.

In kaum einer medizinischen Hinsicht ist die Selbstvorsorge im Grunde so schlicht und unaufwändig wie bei der Zahnpflege und gleichzeitig wird sie kaum sonst so vernachlässigt. Dabei ist seit langem bekannt, daß gerade bei der Therapie an Zähnen und Zahnhalteapparat der Zustand des umgebenden Mundraumes megawichtig ist, denn die beste Therapie scheitert in einer maroden Umgebung. Und dabei ist es so einfach, dass die meisten Schritte zur Steigerung der Mundhygiene im heimischen Badezimmer getan werden können:
  1. Zähneputzen* - zweimal täglich, lieber gründlich, mindestens zwei Minuten, als häufig. Und nach Möglichkeit mit einer nicht zu abrasiven, also die Zahnsubstanz abtragenden Zahnpasta.
  2. Gründliche Speiserestentfernung möglichst mit fluoridhaltigen Zahnpasten oder Spülungen.
  3. Regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume, zum Beispiel mit Zahnseide*, speziellen Zwischenraumbürsten, Zahnhölzern oder ähnlichem.
  4. Gegebenenfalls Fluoridierung durch Einnahme von Fluor-Tabletten oder Würzen mit fluorhaltigem Meersalz.
  5. Nichtrauchen, denn Rauchen schwächt nicht nur das allgemeine Abwehrsystem, sondern das im Mundraum ganz besonders.

Zahnseide

Enge Zahnzwischenräume mit gewachster Zahnseide reinigen

Berlin (ddp). Um den Belag auch zwischen den Zähnen wirkungsvoll zu entfernen, setzen mittlerweile viele Menschen auf Zahnseide. Doch beim Kauf des Produkts hat man die Qual der Wahl. «Ein wesentlicher Unterschied besteht zwischen gewachster und ungewachster Zahnseide. Wer enge Zahnzwischenräume hat, sollte möglichst gewachste Zahnseide benutzen», rät Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer.

Gewachste Zahnseide hat eine höhere Gleitfähigkeit und erleichtert damit die Reinigung besonders enger Stellen. «Vor einiger Zeit wurde zwar diskutiert, ob das im Wachs enthaltene Paraffin schädlich ist. Aber dafür wurde kein wissenschaftlicher Beweis gefunden», sagt der Zahnarzt. Generell empfiehlt Oesterreich, die Zähne einmal täglich zusätzlich zum Zähneputzen mit Zahnseide zu pflegen.

Beim Zähneputzen und bei der Reinigung mit Zahnseide kann die Anwendung bestimmter Techniken die Effizienz der Bemühungen steigern. Sie seien hier kurz vorgestellt:

Zahnputztechniken

A-Die 3 Schritte der modifizierten Bass-Technik:
-Ansatz der Zahnbürste* in einem Winkel von 45° am Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn mit leichtem Druck, um die Borsten in die Zahn- zwischenräume zu bringen.
-Vor- und Zurückrütteln der Bürste in sehr kleinen Schritten zur Ablösung der Zahnbeläge.
-Anschließend von unten zur Kaufläche abdrehen, um die gelösten Partikel zu entfernen.
Zähne putzen!
länger als 1 min B-Die modifizierte Stillman -Technik: setzt die Bürste wie die modifizierte Bass-Technik an, bewegt sie dann aber mit einer Drehbewegung über die gesamte Zahnfläche. Dabei wird der Zahnbelag direkt weggewischt, aber nicht vorher gelockert, daher dauert die Stillman-Pflege, soll dasselbe Ergebnis erzielt werden, länger als die Methode nach Bass.
C-Zahnseide**
dient zur Reinigung der Zahnzwischenräume. Ihre Handhabung sollte Allerdings "erlernt" werden, um das Verletzungsrisiko zu Minimieren. Hierbei hilft die Prophylaxehelferin (ZMP) in der Zahnarztpraxis.
Zahnseide

* Empfohlen werden Kurzkopfzahnbürsten mit mittelstarken Borsten
**Es gibt verschiedene Zahnseidetypen, von denen die ungewachsten am schlechtesten die gefalteten PTFE-(Polytetrafluorethylen-)Seiden am besten gleiten.

Aber hallo: Die beste häusliche Zahnpflege und Mundhygiene erspart nicht den halbjährlichen Kontrollbesuch beim Zahnarzt und auch nicht professionelle Prophylaxe-Maßnahmen.

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