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US-Modedroge Crystal Meth beschädigt das Gebiss und Zähne vom 08.08.2005
SIKESTON. US-amerikanischen Zahnärzten zufolge hat sich die Billigdroge „Crystal Meth“ – zuletzt überwiegend im ländlichen Bereich – Besorgnis erregend ausgebreitet. Hinter der Droge verbirgt sich die Chemikalie Methylamphetamin, die sich die Konsumenten aus frei erhältlichen Substanzen selbst zusammenrühren. Als Folge der Einnahme beobachteten Zahnärzte in vielen Fällen brüchige, löchrige und verfaulte Zähne. Manchem Konsumenten mussten sogar alle Zähne gezogen werden.
Für die massiven Auswirkungen der Droge auf das Gebiss werden mehrere Faktoren verantwortlich gemacht: Zum einen lässt sie den Speichelfluss versiegen, der normalerweise ein Schutz gegen Karies ist. Zudem weckt die Droge Appetit auf zuckrige Getränke. Die synthetischen Bestandteile sind sehr aggressiv für die Zähne. Hinzu kommt, dass die berauschten Konsumenten ihre Zahnpflege vernachlässigen. Inzwischen sind im Internet Rezepte verfügbar, wie sich die neue Droge aus frei verkäuflichen Mitteln wie beispielsweise Ammoniak und aus Mitteln gegen Erkältung herstellen lässt. Die Droge kann als Pulver durch die Nase gezogen, geraucht oder gespritzt werden. Sie erzeugt euphorische Gefühle; Konsumenten fühlen sich stark und können längere Zeit ohne Schlaf auskommen.
Viele Polizeidienststellen in den USA haben inzwischen mehr mit Konsumenten der Parteidroge zu tun als etwa mit Kokain. Von 500 befragten Sheriffs gaben kürzlich 58 Prozent an, dass Methylamphetamin bei den Ermittlungen ihr Haupt-Drogenproblem sei. Die kaputten Zähne sind inzwischen oft der Anhaltspunkt für Verhaftungen.
Mehrere US-Staaten wollen dem nun einen Riegel vorschieben. Auch ein Ausschuss des Senats in Washington prüft, ob es ein Gesetz geben soll, wonach Erkältungs- und Allergiemedikamente, die den Wirkstoff Pseudoephredin enthalten, nur mit Beschränkungen erhältlich sein sollen. Pseudoephredin gilt auch als die entscheidende Substanz in „Crystal Meth“.
Crystal Meth Bilder
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