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Zahnaufbau Anatomie des Zahnes

Ein Erwachsener hat 28 Zähne (+ eventuell 4 Weisheitszähne). Das Gebiß setzt sich aus 8 Schneide-, 4 Eck- und 16 Backenzähnen zusammen. Um zu verstehen, wie Zahnschmerz entsteht und warum Sie ihn so empfinden, sei an dieser Stelle der Zahn, vorgestellt: Er verfügt über eine harte Schale und einen ausgesprochen empfindsamen Kern, in dem seine Nerven und die Blutgefäße eingelagert sind. Dieses weiche Lager ist das Zahnmark, die Pulpa. Sie ist bis auf eine kleine Öffnung zum Kieferknochen, durch die die Gefäße verlaufen, vom Zahnbein, dem Dentin umgeben.
Dentin ist hart, aber elastisch und kann lebenslang nachgebildet werden. Im Gegensatz zu zum Außenpanzer, dem Zahnschmelz. Der Zahnschmelz ist der sichtbare Teil der Zähne, er kann, einmal geschädigt, nicht ersetzt werden. In dem vom Zahnfleisch umschlossenen Teil des Zahns wird der Schmelz vom Wurzelzement, der nach innen mit dem Dentin und nach außen durch Fasern mit der Wurzelhaut, dem Desmodont, verbunden ist.
Der Wurzelzement umfasst den Zahn vom Zahnhals bis zur Wurzelspitze. Der Zahn wird in das Zahnfach oder auch Alveole genannt, eingebettet. Sie ist vom Kieferknochen eingefasst, welcher wiederum von der Gingiva, unserem Zahnfleisch umgeben wird.

Der Zahn ist anfällig für Schädigungen oder Erkrankungen. Zu unterscheiden sind dabei wesentlich die Erkrankungen des Zahns selbst und solche des Halteapparates.
Der häufigste Schaden am Zahn wird durch Bakterien hervorgerufen und landläufig Karies genannt. Die Bakterien zerstören den Zahnschmelz, fressen sich durch das Dentin und die Pulpa.
Über die Nerven alarmiert der Zahn das Gesamtsystem in Form von Schmerz, da aber alle Zahnnerven in einem großen Kiefernerv gebündelt werden, ist der exakte Schmerzherd oft nur von der Zahnärztin, dem Zahnarzt zu ermitteln. Bevorzugter Krankheitsherd im Zahnhalteapparat ist das Zahnfleisch. Als Teil der Mundschleimhaut ist es sehr anfällig für Bakterien und in deren Folge auch für Entzündungen.
Vielfach können Zahnfleischbluten (ein Symptom der meist harmlosen Gingivitis) und leichte "Parodontosen" durch gründliche Entfernung der mikrobiellen Beläge bei der Zahnpflege zu Hause beseitigt werden. Im Falle einer schweren Parodontitis wird der Zahnhalteapparat in seiner Substanz angegriffen: Das Zahnfleisch geht zurück, die Zähne werden immer länger.
Aber dazu muss es nicht kommen, bleiben Sie bei uns und begleiten den Zahn in den nächsten Kapiteln durch die Welt der Zahnheilkunde.
V.i.S.d.P.: M.I.O.D. KG

Wie entsteht eigentlich Karies?

K. Tritthart, Zahnärztin

Damit Karies entstehen kann, müssen verschiedene Komponenten vorhanden sein bzw. zusammen spielen.

  • Der Zahn als Wirt
  • Bakterien
  • Das Substrat in Form von Zucker und Kohlehydraten
  • Die Zeit

Finden können wir diese Komponenten in unserer Mundhöhle. Die Karies auslösenden Bakterien werden uns als Säugling schon von Eltern, Geschwistern, Verwandten etc. durch nahen Kontakt zum Beispiel Schmusen oder Löffel abschlecken übertragen.

Das Substrat (Zucker, Kohlehydrate) nehmen wir mit der täglichen Nahrung zu uns. Man sollte unbedingt bedenken, dass auch salzige Nahrung Kariesverursachend sein kann zum Beispiel Kartoffelchips, Brot etc (=kohlehydrate). Die Bakterien haften in Form von einer klebrigen Plaque an unseren Zähnen und verstoffwechseln (verdauen) die Nahrung die wir täglich zum Essen, in unsere Mundhöhle aufnehmen.

Bei der Verstoffwechselung entstehen sogenannte Milchsäuren, welche unsere Zähne angreift und schadet. Durch die Milchsäure werden Mineralien aus der Zahnoberfläche herausgelöst. Primär erkennt man dieses Herauslösen (Demineralisieren) als milchig weiße Flecken (white spots) = beginnender Kariesprozess auf der Zahnoberfläche.

Werden die Bakterien/Plaque nicht selbst oder durch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt entfernt, so kommt es zur weiteren Demineralisierung und es entsteht die Karies = Zahnfäule.

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