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Sturz auf Zahnfront

Hallo,

vor vier Tagen hatte ich einen Sturz auf die Zahnfront im Oberkiefer. Darauf wackelte der rechte obere Schneidezahn minimal, war jedoch nicht gebrochen. Am selben Tag bin ich zum Zahnarzt gefahren, um meine Zähne untersuchen zu lassen. Es stellte sich heraus, dass keine Brüche erkennbar waren, jedoch der obere rechte Schneidezahn auf den Vitalitätstest nicht reagierte (d.h. er war unempfindlich gegenüber einem Eisspray). Dieser Zahn wurde im Anschluss geringfügig nach vorne gedrückt, da er durch den Sturz verschoben war, und mit den beiden Nachbarzähnen geschient. Im Anschluss wurde mir mitgeteilt, dass eine Wurzelbehandlung dieses Zahns eventuell notwendig sei, falls der Vitalitätstest in den nächsten Wochen immer noch fehlschlägt.

Der Zahn reagiert vier Tage nach dem Sturz noch nicht auf Kälte (Vitalitätstest), ist jedoch noch nicht grau verfärbt und hat seine ursprüngliche Färbung behalten. Ich habe außerdem im Zahnbereich keine Schmerzen. Ich bemerke lediglich, dass dieser Zahn ein wenig empfindlich auf Druck reagiert.

Da ich daher ein wenig besorgt bin, habe ich folgende Fragen:
a) Woran kann man sicher erkennen, dass eine Wurzelbehandlung dieses Zahns notwendig ist?
b) Welche Folgen kann eine Wurzelbehandlung (speziell im Hinblick auf den Schneidezahn) haben?
Sitzt der Zahn dann nicht mehr fest im Kiefer? Verfärbt sich der Zahn im Laufe der Zeit?
c) Welche Folgen können sich ergeben, falls eine Wurzelbehandlung in diesem Fall unterlassen wird?

Viele Grüße und vielen Dank im Voraus!

Schrieb Heraklit am 2010-05-31 18:44:31

Kommentar

Hallo!

Also, ein Zahn, der keine Vitalität mehr zeigt, aber auf Druck reagiert, arbeitet schon im Verborgenen. Es zeichnet sich ab, dass die toten Gewebereste eine Entzündung hervorrufen. Das folgt aus den Abbauprodukten des toten Gewebes, welches toxisch wirkt. Daher nimmt man das tote Gewebe aus dem Zahn.
Eine WB wird das tote Gewebe herausnehmen und es werden entzündungs hemmende Medikamente eingelagert. Nach einer gewissen Zeit wird das Medikament erneuert und dann wieder nach einer Zeit wird der Zahn entgültig versiegelt. Der Zahn, solange der Kieferknochen nicht durch die Toxine angegriffen ist, wird fest im Kiefer bleiben. Die modernen Füllungen werden mit einem Glasfaserstift im Wurzelkanal und einer Polymerfüllung gefertigt, das es zu keiner Verfärbung kommt.
Wenn die WB nicht vorgenommen wird, kann der Kieferknochen angegriffen werden und die Entzündung greift auf die anderen Zähne um. Eine Extraktion des Zahnes ist dann meist die Folge.

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