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Wurzelspitzenresektion vs. Wurzelrevision

Hallo erstmal @ alle. ;)
Da ich Probleme mit meinen Vorderzähnen habe und Rat benötige, bin ich auf dieses Forum gestoßen.
Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand einen Tip geben könnte.

Zunächst zu meiner Krankengeschichte:

Vor ca. 8 Jahren sind (vermutlich durch eine kieferorthopädische Behandlung) zwei meiner Vorderzähne im Oberkiefer abgestorben. Sofern ich das Zahnschema mit der Nummerierung richtig verstanden habe, sollte es sich um die Zähne 21 und 22 handeln. Die beiden Zähne wurden wurzelbehandelt, danach traten auch jahrelang keine Komplikationen auf.

Vor wenigen Wochen habe ich allerdings eine ganz leichte Schwellung unterhalb der Nase wahrgenommen. Die Schwellung war zwar überhaupt nicht schmerzhaft, allerdings fiel mir auch auf, dass sich eine rote Stelle an der Zahnwurzel des 22er gebildet hatte.

Daher bin ich einen Tag vor Weihnachten nochmal schnell zum Zahnarzt gegangen. Dort wurde ein Röntgenbild angefertigt, mit dem Befund, dass sich an den Wurzelspitzen eine akute Entzündung gebildet hat und auch schon der Knochen deutlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die dunklen Stellen an den Wurzelspitzen waren auf dem Röntgenbild gut zu sehen.

Mein Zahnarzt riet dazu, schnellstmöglich eine Wurzelspitzenresektion durchzuführen. Die Kosten für die WSR liegen bei ca. 100€ Selbstbeteiligung inklusive des Knochenersatzmaterials. Da ich allerdings Ende Januar diverse wichtige Klausuren schreiben muss, wollte ich die WSR gerne auf Anfang Februar verschieben. Mein Zahnarzt fand es zwar nicht ideal so lange zu warten, willigte aber ein.

Allerdings hat sich in den letzten paar Tagen eine deutliche Cyste gebildet, ich glaube nicht mehr, dass ich noch bis Februar warten kann.

Ich habe mich nun im Internet verstärkt über das Thema informiert und muss feststellen, dass die WSR als Behandlungsmaßnahme teilweise ziemlich schlecht wegkommt. Es wird häufiger kritisiert, dass die WSR keine gute Erfolgsquote hätte und überhaupt nur als allerletzte Lösung vor dem Ziehen des Zahnes zu sehen sei.

Als bessere Alternative wird die (Wurzel-)Revision genannt, die aber leider recht zeitaufwendig sein soll und zudem nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Leider kenne ich auch keinen Zahnarzt in Köln, der die Revision anbietet, über das Internet konnte ich niemanden finden.

Nun zu meinen Fragen:

Da ich eine Operation mit den verbundenen Risiken und Nachteilen mir gerne ersparen würde, wäre eine Revision wirklich ratsam und auch erfolgsversprechend?

Mit welchen Kosten hätte ich zu rechen?

Gibt es im Großraum Köln einen Arzt, der Wurzelrevisionen anbietet?

Schrieb Alan am 2009-01-05 04:58:14

Kommentar

Hallo Alan,

lies doch bitte mal den Beitrag unter Dir, das ist meiner. Ich hatte genau das gleiche Problem wie Du. Auch die beiden vorderen Schneidezähne und auch 2.1 und 2.2.

Ich habe mir meine Entscheidung mit der WSR nicht leicht gemacht, das kannst Du mir glauben. Lies es und wenn Du noch Fragen hast melde Dich !!!!

Ich an Deiner Stelle würde die WSR SOFORT durchführen lassen, ich habe viel zu lange gewartet. Je länger Du wartest, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dass Du Deine Zähne verlierst. :o

Liebe Grüße
Vivi

Kommentar

Hallo Alan.

Ich habe das jetzt schon zweimal hinter mir,da es immer wieder kommen kann!Das erste mal wurde es vor gut 15 Jahren gemacht und das 2. mal erst letztes Jahr,da hatte ich es dann allerdings nur an einem Schneidezahn,damals waren 4 Zähne betroffen!Beim zweiten Mal wurde es allerdings mit Laser gemacht,ging aber denke ich auch nur,weil ich eine Krone drauf hatte und mein Zahnarzt von unten durch den zahn gehen konnte,beim ersten Mal wurde ja das Zahnfleisch aufgeschnitten!
Die Laserbehandlung ist natürlich echt super,weil man nix merkt,man hatt auch anschliessend keine Wunde und bisjetzt ist alles super!Nach der Laserbehandlung wurde die wurzel gefüllt,damit sie wieder stabil ist und das wars dann!
Ich würde es an deiner Stelle machen lassen,das kann irgendwann hundsgemein weh tun!Ich bin vor dem ersten MAl viele Jahre damit rumgelaufen,hab die Pustel auf dem Zahnfleisch immer selber ausgedrückt :-( ,war ja wie ein Pickel auf dem Zahnfleisch!Aber eines Tages von heut auf morgen hatte ich eine dermassen angeschwollene Oberlippe.....grausam....und da half dann nix....wenn du solange wartest,gehst du auch das Risiko ein das die Betäubungsspritzen nicht richtig wirken wenn die Wurzel zu vereitert ist,ich mag dir keine Nagst machen wollen,aber lass das so schnell wie möglich machen!lg schnatzi

Kommentar

Es gibt immer eine Grund, warum wurzelgefüllte Zähne nach einer längeren Zeit "hochgehen". Meist sind die Deckfüllungen undicht, oder es hat sich eine mikrofeine Fraktur in der Wurzel eingestellt. Eine WSR ohne Revision halte ich für wenig erfolgreich. Nur in Fällen, wo evtl. ein Stiftaufbau und Krone den Zugang von coronal verhindert, würde ich eine WSR versuchen. Aber auch dann ist in den meisten Fällen später mit einem Wiederaufflammen der Entzündung zu rechnen...
Wenn Du schon Zuzahlung zur WSR leisten sollst, dann würde ich auch die Revision noch drauflegen. Es liegt im Ermessen des Zahnarztes, ob der dies über Kasse abrechnet oder privat...

Kommentar

Zunächst erstmal danke für eure Antworten. ;)

Mir ist natürlich klar, dass ich die Behandlung nicht mehr ewig hinauszögern kann, wie schnatzi schon geschrieben hat, kann sowas ziemlich ungünstig enden. Anfang Februar möchte ich es auch definitiv hinter mich bringen.

In der Zwischenzeit habe ich nochmal mit einem Zahnarzt aus dem erweiterten Bekanntenkreis gesprochen. Per Ferndiagnose hat er mir zur WSR geraten, mit dem Tip, dass ich diese am besten bei der Uni-Klnik machen soll.

Ich habe auch mit meiner Krankenkasse Kontakt aufgenommen, die Kosten der WSR werden grundsätzlich übernommen, allerdings nicht die Kosten für das Knochenersatzmaterial. Dies stellt eine Privatleistung dar, die ca. 100 Euro müsste ich also selbst tragen. Ebenso hat man bei einer Revision keine Chance auf Kostenübernahme, alleine schon aus dem Grund, da nur eine Füllung pro Zahn bezahlt wird. Mehrfachbehandlungen sind immer Privatleistungen :roll:

(erinnert mich bitte jemand daran, dass ich nach erfolgreicher Behandlung eine Zahnzusatzversicherung abschließe - die Leistung der gesetzlichen KK in Sachen Zähnen kann man insgesamt wohl getrost vergessen...)

@Ellipirelli:
Ja, eine zusätzliche Revision wäre zumindest überlegenswert. Ohne Kostenübernahme der KK dürfte dies aber ziemlich teuer werden....(laut meiner KK locker bis zu vierstellig)

@Vivi:
Habe deinen Bericht interessiert gelesen, auch wenn es wohl nicht ganz schmerzfrei war, hast du es zumindest endlich hinter dir ;)

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