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Panik vor der Diagnose Paradontitis
Hallo,
ich brauche dringend Rat von Leuten, die einen ähnlichen Krankheitsverlauf hatten wie ich oder zumindest schon Erfahrungen mit Paradontitis hatten.
Deswegen schildere ich zuerst einmal mein Problem: Ich habe vor etwa vier Jahren meine kiefernorthopädische Behandlung abgebrochen (ich bin Anfang 20), nachdem deutlich wurde, dass in deren Folge mein Zahnfleisch zurückging. Damals wurde bereits ein Bakterientest (ebenso Blutbildanalysen) durchgeführt, allerdings ohne Befund. Es lag also, wie mir auch später von zwei anderen Ärzten bestätigt wurde, an einer falschen Behandlung.
Ich bin davon ausgegangen, dass mit Abbruch der Behandlung auch der Zahnfleischrückgang stoppen würde und habe mich nicht weiter darum gekümmert. Ein Jahr später musste ich feststellen, dass das nicht der Fall war und sich auch vor allen Dingen einige Zähne stark verschoben hatten. Ich bin erneut zu einem Zahnart, der mir sagte, dass der Zahnfleischschwund dadurch ausgelöst werden würde, dass die Zähne, für die in meinem Kiefer kein Platz sei (anscheinend hätten mir idealerweise vier Zähne gezogen werden müssen), das Zahnfleisch nach außen drücken würden. Er riet mir von einer paradontologischen Behandlung ab.
Ein Jahr darauf, da das Zahnfleisch vor allem im Unterkiefer weiter zurückging, bin ich zu einem anderen Arzt, der mir dasselbe sagte, mir allerdings sowohl zu einer paradontologischen als auch zu einer kiefernorthopädischen Behandlung riet.
Ich habe mich dann eingehender mit Paradontitis beschäftigt und ehrlich gesagt Panik bekommen, weil ich nicht wusste, welche Form davon ich hatte. Deswegen habe ich es immer weiter herausgeschoben, einen Termin bei einem Paradontologen zu vereinbaren. Ich wollte einfach nicht mehr daran denken, was natürlich nicht geklappt hat und zweitens schlicht dumm war, weil es ja nichts an der Situation änderte.
Ich habe mich erst vor ein paar Monaten überwinden können, endlich einen Termin zu vereinbaren. Auf der einen Seite bin ich sehr froh, jetzt bald behandelt zu werden, allerdings nimmt meine Panik immer mehr zu, da ich ständig an die allgemeinmedizinischen Risiken denke, die eine Paradontitis mit sich bringt, und ich mir auch sicher bin, dass bei mir bereits ein Knochenabbau stattgefunden hat. Ich meine, das muss er doch im Prinzip, oder? Ich bin jetzt schon seit vier Jahren unbehandelt.
Deswegen hier nun meine Fragen: Gibt es für mich persönlich Möglichkeiten zu erkennen, ob bereits ein Knochenabbau stattgefunden hat? Wie macht sich eine Zahnlockerung bemerkbar? Und wie sind die allgemeinmedizinischen Risiken, insbesondere die der Herz-Kreislauferkrankungen, einzuschätzen? Wenn mein großes Blutbild, das ich jedes halbe Jahr machen lasse, in Ordnung ist, muss ich mir dann weniger Sorgen machen?
Ich bin ein absoluter medizinischer Laie und die Unwissenheit macht mich fertig.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich keinen Mundgeruch habe, das Zahnfleisch im Oberkiefer schon seit etwa einem Jahr nicht mehr zurückgegangen ist (im Unterkiefer dagegen schon) und ich erst seit kurzem hin und wieder Schmerzen im Unterkiefer verspüre.
Ich habe ganz furchtbare Angst vor der Diagnose und auch vor der Transplantation, die bei mir laut Kiefernorthopädin notwendig sein wird. Ich kann in letzter Zeit kaum noch schlafen und bin am nächsten Morgen vollkommen erschöpft, obwohl ich meine Energie zum Lernen bräuchte.
Mein Arzttermin ist übrigens in sechs Wochen. Ich überlege allerdings, ob ich vorher vielleicht noch zu einem gewöhnlichen Zahnarzt gehen soll, um von ihm eine vorläufige Diagnose gestellt zu bekommen. Es ist einfach so, dass vor allen Dingen durch das Warten meine Ängste immer größer werden.
Kann vielleicht jemand anhand eigener Erfahrungen einschätzen, wie weit die Krankheit bei mir fortgeschritten ist? Oder mir beschreiben, wie die Behandlung bei ihm erfolgte?
Es tut mir leid, dass ich hier jetzt einen halben Roman geschrieben habe. Ich hoffe, es liest sich jemand durch und kann mir vielleicht ein paar meiner Fragen beantworten.
Vielen Dank schon einmal im Voraus!
Liebe Grüße
Illunis
Schrieb Illunis am 2012-01-09 04:17:47
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