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Ziehen oder Wurzelbehandlung
Guten Tag zusammen,
ich bin irritiert und möchte gern mal meine Handlungsoptionen abwägen.
Vor genau 2 Jahren hab ich auf dem vorletzten unteren Backenzahn (linksseitig) eine Krone bekommen, nachdem mir Jahre zuvor der Nerv gezogen wurde. Mitte Dezember entdeckte ich nen Eiterstippen und dachte ich geh mal mit Kamille und Salbei ran, wird schon wieder. Dann noch irgendsoeine grüne Spraypampe für Entzündungen im Mundraum. Mal wars gut, dann auch wieder nicht - jedenfalls kam der Eiter immer wieder. Ich hatte dann letzten Dienstag einen Termin bei meinem Doc, der nach kurzem begutachten der Röntgenbilder meinte, dass die Vereiterung sehr tief sitzt und er am liebsten ziehen und ein Implantat draufsetzen würde. Ich solle mir jedoch - so seine Worte - vorher eine zweite Meinung einholen. Er gab mir das Röntgenbild mit der Zusage, sobald es sein müsste könnte der alternative Zahnarzt auch die digitale Datei von dem Bild anfordern.
Ich war also gerade bei der zweiten Zahnärztin ... diese stimme zu, dass die Möglichkeiten sehr begrenzt sind. WSR käme nicht mehr in Frage, weil die eine Seite bereits zu hoch angegriffen ist. Sie würde jedoch ungern direkt ziehen (gerade auch wegen der teuren Krone) und würde vorschlagen die Wurzelfüllung rauszuholen und alles mit Medikamenten vollzumachen. Danach Zement drauf, gegebenenfalls wiederholen und dann ca in einem halben Jahr nochmal anschauen ob sich etwas getan hat (nagelt mich nicht auf den Zeitraum fest ... kann auch weniger oder mehr gewesen sein). Sie hat mir dann gesagt sie würde meinem Zahnarzt von ihrem Plan erzählen und dann mit ihm beraten wie weiter zu verfahren ist.
Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.....und da steh ich nun. Die Dame rief mich gerade recht kurz angebunden an (ich hatte ja das Gefühl, dass sie sich mit meinem Zahnarzt entweder gestritten hatte oder zumindest sonstwie schlechte Laune hatte - vorhin in der Praxis klang sie auf jeden Fall netter und wesentlich wortfreudiger). Mein Zahnarzt möchte so eine Behandlung ungern machen, er möchte ein Implantat .... Schön, dass er das möchte, dachte ich mir und fragte wie er das begründet, woraufhin sie nichts sagte bzw. auswich. Ich bin dann so mit ihr verblieben, dass ich erstmal mit ihm spreche und mich dann gegebenenfalls nochmal melde.
Montag hätte ich eh meinen Termin zum ziehen - Frage ist:
Was mach ich denn nun? Es ist ja nicht so, dass ich meinem Zahnarzt nicht vertraue, aber wenn das Gespräch zwischen beiden Ärzten bewirkt, dass die eine völlig schlechte Laune kriegt (so wirkte es zumindest) und nur das nötigste sagt, während mein Doc ein Implantat 'möchte' (ich bin mir über den Kostenfaktor durchaus bewusst) werd ich schon ein bisschen stutzig. Einerseits schickt er mich in die Welt für ne zweite Meinung und dann sowas. Ich hab bisher nicht mit ihm gesprochen, der hat eh heute keine Zeit mehr, aber irgendwie stimmt es mich nachdenklich.
Was würdet ihr denn nun tun? Wie groß ist die Chance, dass das mit den Medikamenten klappt? Was für Gründe gäbe es das nicht zu tun (O-Ton Zahnärztin: "Ziehen kann man immer noch!" ... klingt doch IMO vernünftig)? Wo liegen eventuelle Gefahren und Probleme? Sie sagt, sie hätte mit solchen Behandlungen bisher nur gute Erfahrungen gehabt.
Für jeden konstruktiven Vorschlag wäre ich dankbar.
Achso: Schmerzen hab ich im übrigen keine ... die Ärztin sagte, dass mein Glück darin bestünde, dass ich eben den Stippen im Mund hab, so dass der Kram immer abgetragen werden kann.
Schrieb ArchangelGabriel am 2011-02-04 11:08:09
Kommentar
hallo angel,
meine meinung: storniere den termin fürs zahnziehen am montag und unterziehe dich der erprobten wurzelsanierung der ZÄ.
sie hat schon recht: falls es nix bringt, kannst du immer noch ziehen und dir ein Implantat setzen lassen.
alles gute ![]()
Kommentar
es kommt leztlich darauf an, was sie möchten !
zahn erhalten oder zahn ersetzen
beides hat vor - und nachteile !
den erfolg einer sogenannten "revisions-behandlung" kann ihnen niemand garantieren , andererseits garantiert ihnen auch kein kollege , daß das Implantat 20 jahre hält - ganz so einfach ist das mit den Implantaten nämlich auch nicht ,
das ganze hat sicherlich auch was mit der jeweiligen ausbildung des Zahnarztes zu tun - der eine hat sich halt auf wurzelbehandlungen spezialisiert , der andere auf Implantate,
in diesem zusammenhang spielen auch finanzielle aspekte des jeweiligen kollegen eine rolle, das haben sie vielleicht aber eh schon bemekt,
aber noch mal - sie entscheiden !
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