Zahnärzte im Interview - fundiertes Fachwissen rund um die Zahnmedizin

Das wohl erste und älteste Zahn-Portal der Welt!

Angst vorm Zahnarzt- Selbsthilfe vor der zahnärztlichen Behandlung

Ratschläge in dieser Güteklasse sind wohlfeil und deshalb auch weit verbreitet. So richtig helle sind sie indes nicht. Natürlich kann, wer ängstlich ist, sich selbst und anderen etwas vormachen oder eben die Angst vernebeln, los werden wird sie auf diese Weise niemand.

Alles wird gut!

Zunächst einmal muss klar sein, dass ein Besuch beim Zahnarzt immer dazu dient, das eigene Befinden zu verbessern, dass in der Praxis ein professionelles Team wartet, das helfen und heilen und nicht verletzen oder vorsätzlich Schmerz verursachen will. Modernste Technik hilft dabei.

Wer Angst hat, sich aber nicht drücken will, sollte sich informieren, zum Beispiel bei einer der zahlreichen Stellen, die gezielt Zahnarztangst-Patienten beraten.

Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeinitiativen:

  • MIKS-Münsteraner Initiative für Selbsthilfegruppen, Gasselstiege 13, 48159 Münster, Telefon: 0251/511263 http://www.miks-muenster.de
  • DASH (Deutsche Angst Störungen Hilfe) und -Selbsthilfe, Bayerstr. 77 a 80335 München, Tel.: 0 89 - 51 55 53 15, Fax: 0 89 - 51 55 53 16 http://www.panik-attacken.de
  • Selbsthilfeinitiative für Menschen mit Angst- und Panikgefühlen (PAN), Postfach 4112, 50231 Trier, Telefon: 0651/53882

Um sich selbst zu motivieren, sollte statt an den Zahnarzt und sein Tun an den Erfolg nach der Behandlung gedacht werden, an das gute Gefühl, schmerzfrei zu sein und wieder allen die Zähne zeigen zu können, ohne sich schämen zu müssen. Die zahnärztliche Behandlung ist nur ein Mittel, worauf es ankommt, ist aber doch das Ziel. Think positive!
Dass niemand mit seiner Oralphobie alleine dasteht, wird beim Besuch einschlägiger Internet-Sites deutlich. Auch hier findet jeder Betroffene Kontaktadressen, Angstfragebögen und die Möglichkeit, sich mit anderen Leidensgenossen im Angst-Chat auszutauschen.

Internetadressen zum Thema Zahnarztangst:

Wer keinen Internetanschluss hat, kann sich mit Hilfe umfangreicher Literatur, die sowohl Zahnbehandlungen insgesamt erklärt und beschreibt als auch damit zusammenhängende Angst erörtert, in das Thema einlesen.
Bei der Wahl der Zahnarztpraxis und des Zahnarztes empfiehlt es sich, von vornherein auf die Angstprobleme hinzuweisen und zu fragen, ob ein Interesse an und vor allem Erfahrungen in der Behandlung von ängstlichen Patienten besteht. Wenn dem so ist, sollte für den ersten Termin nur eine Besprechung und gegebenenfalls eine informelle Untersuchung vereinbart werden, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu planen. Dabei sollte nichts überstürzt werden: Erstens muss nicht alles Machbare auch gemacht werden, zweitens schon gar nicht auf einmal und drittens sollten sich Patienten stets eine gewisse Bedenkzeit erbitten, um sich mit bestimmten Behandlungsabläufen seelisch vertraut zu machen.
Patienten sollten sich einerseits immer genau informieren, was getan wird, andererseits den Zahnarzt regelmäßig über ihr Empfinden unterrichten. Es sollten Ablenkungsmittel besprochen und gegebenenfalls mitgebracht werden: Bücher, Lieblingsmusik, Videokassetten, DVD, ein Walkman oder was auch immer. Auch die moralische Unterstützung durch eine Begleitperson kann hilfreich sein, ebenso wie das Händchenhalten durch eine Zahnarzthelferin.
Nach jeder Sitzung sollte noch einmal kurz über die Behandlung gesprochen werden, um dem Zahnarzt Hinweise zu geben und sich selbst das eigene Erleben noch einmal vor Augen zu führen. Der Behandler kann dann unter Umständen seinerseits noch Tipps oder Verhaltensanregungen geben und so den Lerneffekt für ein besseres Selbstgefühl verstärken. Auf diese Weise können alle Beteiligten von der Behandlung profitieren

Sonderfall Kinder

Kinder erleben Angst im Allgemeinen unmittelbarer als Erwachsene und ungefiltert durch bewusste Verarbeitungs- oder Verdrängungsprozesse. Außerdem nehmen Kinder Gesten, Stimmungen und Verhalten stärker wahr als das bloße gesprochene Wort und sie fühlen sich noch schneller schutzlos und allein gelassen als die großen "Angsthasen". Deshalb bedürfen sie einer besonderen, nicht zuletzt auch körperlichen Zuwendung. Blick- und Körperkontakt sollten während der gesamten Behandlung aufrecht erhalten werden und das Thema "Angst" ruhig ganz offen angesprochen werden, niemand muss sich schließlich der eigenen Gefühle schämen. Behauptungen wie: "Das tut doch gar nicht weh" oder "Du brauchst keine Angst zu haben" lösen paradoxerweise oft negative Fantasiebildungen aus, empfehlenswerter ist daher das nachversichernde: "Das hat doch gar nicht weh getan, oder?" Händchenhalten oder beruhigendes Kopfstreicheln sollten auf Wunsch der kleinen Patienten eingesetzt, aber nicht erzwungen werden.
Musterunterbrechungen ermöglichen eine kommunikative Ablenkung. Statt immer nur von den Zähnen zu sprechen, lassen sich auch bei ängstlichsten Kindern Themen finden, die sie aus der Reserve locken. Selbst in Fällen, in denen sich der Mund partout nicht öffnen möchte, kann mit Sprech- und Mimikspielen, vom A-Sagen bis zum Zungezeigen, oft das Eis gebrochen werden.
Für Kinder gilt, wie für alle anderen Angstpatienten auch, dass mit ihnen alles besprochen werden sollte, dass sie zu allem ihr Einverständnis geben können, dass nicht getan wird, was sie nicht wollen, dass jeder Behandlungsschritt erklärt und angekündigt wird. Geräte und Geräusche sollten kindgerecht erklärt und das Kind während der Behandlung häufig gelobt werden, um sein Selbstbewusstsein zu steigern und so die zahnärztliche Behandlung in einem angenehmen Erinnerungslicht erscheinen zu lassen.
Im Gespräch mit Kindern sollten Begriffe wie Bohrer, Spritze, Zange, Blut, Skalpell, Schneiden, Ätzen und was sonst noch im Verlauf einer Behandlung erwähnt werden könnte, möglichst umschrieben oder durch positivere Wortschöpfungen wie "Summer", "Schläfer" und ähnliche ersetzt werden. Das Spiel, neue Wörter zu erfinden, kann sowohl für das Praxisteam als auch für Eltern und ältere Geschwister zu einer unterhaltsamen Herausforderung werden.
Ebenfalls helfen kann ein Vorrat an Geschichten, die ablenken sollen, andererseits jedoch auch Behandlungsabläufe bildhaft darstellen und damit weniger abschreckend gestalten können. Mehrdeutige Wörter eignen sich sehr gut, um mit Wortspielen Ablenkung zu schaffen, Witze zu erzählen oder unerwartete neue Zusammenhänge herzustellen. Beim Umschwenken von der einen Wortbedeutung auf eine andere folgt das Kind der Entwicklung des Wortes meist fasziniert und der Aufbau einer Geschichte fällt kinderleicht.
Angst zu überwinden ist keine Hexerei. Wie der Zahnarzt jenseits aller Magie dennoch zauberhaft sanft arbeiten kann, zeigt der nächste Workshop.

V.i.S.d.P.: M.I.O.D. KG

Zahnarzt-Suche


Zahnarzt im Forum im Interview

Zahnärzte im Interview

Schon 380 Zahnärzte haben am Zahn-Online Interview teilgenommen. Machen Sie mit!


  • 21244
    Buchholz

  • 19059
    Schwerin

  • 53757
    Sankt Augustin

  • 70563
    Stuttgart

  • 81241
    München

  • 81667
    München

  • 22303
    Hamburg

  • 28211
    Bremen

  • 60598
    Frankfurt am Ma

  • 30900
    Wedemark

  • 90491
    Nürnberg

  • 45127
    Essen

  • 45127
    Essen

  • 50170
    Kerpen

  • 10779
    Berlin

  • 70180
    Stuttgart

  • 94104
    Tittling

  • 18055
    Rostock

  • 81379
    München

  • 76133
    Karlsruhe

Als Zahnarzt jetzt am Zahn-Online Interview teilnehmen und neue Patienten gewinnen.

kostenlos registrieren


KeydexPlus Zahnärzte

Bei Zahnärzten mit dem KeydexPlus Logo erhalten Sie als Patienten kostenlose Vorteile. Z.B. verlängerte Gewährleistungen für Zahnersatz, transparente Preis-Garantien, PZR-Kennenlern Gutscheine ...

hier KeydexPlus Vorteile nutzen


Zahnzusatzversicherung


Zahn-Themen


Zahn-Forum