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Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg


Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg im Interview

Es wurden bereits 16 Fragen im Zahnarzt-Interview für Sie beantwortet!

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Wie entscheidend ist die Aus- und Fortbildung des Teams in der Zahnarztpraxis?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Außerordentlich entscheidend und wichtig! Das kann ich gar nicht genug betonen. Ob Zahnarzthelferin oder Zahnarzt, wir alle müssen (soweit möglich) den gleichen Informationsstand haben. Nur so können wir das was wir tun den Patienten gegenüber vertreten und sicherstellen, dass unsere Patienten die beste Behandlung erhalten. Aber eine kontinuierliche Weiterbildung ist nicht nur im Sinne des Patienten, sondern auch eine Zukunftssicherung für die Angestellten und die Praxis selbst. In meiner 10jährigen Praxistätigkeit habe ich gelernt, dass unsere ständigen Fortbildungen einen Teil unserer Qualität ausmachen.

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09.01.2013

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Was sind die Tätigkeitsschwerpunkte Ihrer Praxis?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Meine zertifizierten Tätigkeitsschwerpunkte sind Plastische Operationen, Parodontologie und Implantologie. Allerdings liegen die Tätigkeitsschwerpunkte unserer Praxis eher im Zahnerhalt (Parodontalbehandlungen) und in der Implantologie. Auch die Entfernung von Weisheitszähnen, Wurzelspitzenresektionen und Zystektomien gehören zu unserer täglichen chirurgischen Praxis. Wir haben uns als Team auf die zahnärztliche Chirurgie spezialisiert, wodurch die Abläufe verbessert und für den Patienten, vor allem Angstpatienten, optimiert wurden.

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09.01.2013

Wie halten Sie den hohen Qualitätsstandard Ihrer Praxis aufrecht?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Stetige Fort- und Weiterbildungen für alle unsere Angestellten sind für mich eine Grundvoraussetzung für beste Qualität. Aber das allein genügt nicht: Hohe Qualität wird von vielen Säulen getragen: Briefing und Debriefing bei komplexeren Eingriff. Eine gesunde Kommunikationsstruktur innerhalb der Praxis, interne Fortbildungen, Mitarbeitergespräche, beste Arbeitsbedingungen. Und sehr wichtig: Feedback durch unsere "Kunden": unsere Patienten und unsere Überweiser. Nur so können wir uns stetig verbessern.

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09.01.2013

Unterziehen Sie sich bzw. Ihrem Team externen Qualitätskontrollen? Wie laufen diese ab?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Ja, das tun wir. Wir haben sehr bald nach Praxisgründung vor 10 Jahren angefangen uns durch entsprechende Fachberater prüfen zu lassen und Verbesserungsvorschläge konsequent umgesetzt. 2011 wurden, wie in Fachkreisen bekannt, für alle Zahnärzte sogenannte Begehungen eingeführt (hier in Baden-Württemberg durch die Regierungspräsidien durchgeführt), und als chirurgische Praxis wurden wir noch im gleichen Jahr geprüft. Bei dieser Begehung wird geprüft ob eine lückenlos einwandfreie, validierbare Medizinprodukteaufbereitung stattfindet, wie das Qualitätsmanagement aussieht, etc. Wir freuen uns, dass sich unser Einsatz bewährt hat und es keine Beanstandungen gab.

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09.01.2013

Führen Sie in der Praxis themenbezogene Aufklärungsprogramme der Zahnmedizin durch? Wie sehen diese aus?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Nicht nur für unsere Patienten auch für unsere ärztliche und zahnärztliche Zuweiser bieten wir immer wieder Informationsveranstaltungen an. Für unsere Patienten veranstalteten wir im vergangenen Herbst ein Wochenende das unter dem Oberbegriff "Mund gesund - ganz gesund" stand. Es gab viele anschauliche Vorträge zu Themen, die alle die Zusammenhänge der Mundgesundheit mit der Allgemeingesundheit beleuchteten wie z.B. "Diabetes und Parodontitis", "Einflüsse der Zahngesundheit auf Schwangerschaft und umgekehrt", "Alter mit Biss", etc.

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09.01.2013

Gibt es in Ihrer Praxis auch morgens bzw. abends eine flexible Terminvergabe?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Ja, wir versuchen immer - soweit es möglich ist - auf Patientenwünsche einzugehen. Zwar sind unsere Sprechzeiten von Mo-Fr 8-13 und 14-17 Uhr, aber meine Mitarbeiterinnen arbeiten etwas zeitlich versetzt, so dass ich Patienten, wenn gewünscht schon früher oder auch noch später empfangen. Auch eine Terminvergabe für's Wochenende ist auf speziellen Wunsch möglich.

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01.02.2013

Wann bieten Sie in Ihrer Praxis einen Notdienst an?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Im Grunde genommen immer. Während der regulären Sprechzeiten halten wir uns i.d.R. "Schmerzpuffer" für Notfälle frei. Und routinemäßig erhalten die von uns behandelten Patienten eine "Notfallnummer" unter der ich außerhalb der Sprechzeiten, des Nachts und am Wochenende ständig erreichbar bin. Davon unabhängig nimmt unsere Praxis am regulären zahnärztlichen Notdienst teil.

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01.02.2013

Welche Wege der Erreichbarkeit stehen Ihren Patienten zur Verfügung?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Unsere Praxis liegt unmittelbar am Rande Ulms - direkt an der Praxis hält der Nahverkehrszug (1 Haltestelle vom Hbf Ulm entfernt). 2 Buslinien führen durch Blaustein, die Haltestellen sind 2 Gehminuten von der Praxis entfernt. Wer mit dem PKW zu uns kommt, findet 4 Parkplätze reserviert für unsere Patienten vor unserem Gebäude.

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01.02.2013

Dringende Behandlung eines Notfallpatienten ohne Termin? Wie ist das möglich?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Für Schmerz- bzw. Notfallpatienten die direkt oder über ihren Hauszahnarzt zu uns kommen, halten wir uns täglich Schmerzpuffer frei. Auch die ordnungsgemäßen Eingriffe planen wir mit einem gewissen Zeitreservoir ein. Somit können wir in den meisten Fällen unvorhergesehne Patienten auffangen, und lassen dennoch unsere Terminpatienten nicht warten. Dies garantiert uns ein menschengemäßes Arbeiten und Behandeln - reich werden wir damit nicht.

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01.02.2013

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Wann haben Sie sich als Zahnarzt niedergelassen?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Ich habe mich erst 2003 im "reifen" Alter von 47 Jahren in eigener Praxis niedergelassen. Ein später Schritt in die berufliche Selbständigkeit, den ich nicht bereue. Im Herbst feiern wir das 10jährige Bestehen der Praxis - ich freue mich auf die nächsten 10 Jahre!

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01.02.2013

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Welchen Stellenwert nimmt die Naturheilkunde in der Zahnmedizin ein?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Die Naturheilkunde in der Zahnmedizin allgemein nimmt wieder einen zunehmend wachsenden Stellenwert ein. Nach meinem Dafürhalten gibt es auch in der Zahnmedizin oft Fälle bei denen die Suche nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten angebrachter ist, oder eine herkömmliche Lösung einfach nicht möglich ist. Auch bei uns in der zahnärztlichen Chirurgie nimmt die Naturheilkunde einen wichtigen Stellenwert ein: In der Vor- und Nachbehandlung eines chirurgischen Eingriffs, in der begleitenden Unterstützung eines Eingriffes, oder z.B. auch bei der Behandlung von Patienten (z.B. von Mund- oder Schleimhauterkrankungen in der Schwangerschaft) bei denen eine schulmedizinische/allopathische Behandlung nicht angezeigt oder möglich ist.

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05.02.2013

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Müssen Weisheitszähne immer entfernt werden?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Nein, Weisheitszähne müssen nicht grundsätzlich entfernt werden. Eine Entfernung der Weisheitszähne empfiehlt sich dann, wenn sich diese aufgrund von Platzmangel nicht richtig in die Zahnreihe einordnen können oder eingeordnet haben, und sich daraus möglicherweise negative Folgen für die Zahngesundheit oder Allgemeingesundheit ergeben können. D.h. hinsichtlich der Notwendigkeit zur Entfernung der Weisheitszähne gibt es keine Pauschalantwort. Dies muss immer individuell beurteilt werden. Eine Behandlungsleitlinie für den behandelnden Zahnarzt, Oralchirurgen oder Mund-, Kiefer- u. Gesichtschirurgen ist z.B. die betreffende Leitlinie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften). Eine gute Informationsmöglichkeit für Patienten stellt heutzutage auch das Internet dar. So kann z.B. eine Kurzfassung dieser Leitlinie dort abgerufen werden. Auch gibt es auf der Website der BZÄK (Bundeszahnärztekammer) die Möglichkeit sich Informationen herunterzuladen (z.B. Patienteninformation "Operative Entfernung von Weisheitszähnen" der ZZQ (Zahnärztliche Zentralstelle für Qualitätssicherung). Die individuelle und persönliche Untersuchung, Beratung und Aufklärung ist jedoch auf jeden Fall zu empfehlen. Dann kann die Patientin/der Patient eine autonome Entscheidung für sich selbst treffen: "Ja, meine Weisheitszähne sollten entfernt werden" oder "Nein, meine Weisheitszähne bleiben drin."

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09.01.2013

Durch welche Anzeichen können sich Weisheitszähne bemerkbar machen?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Durch sehr verschieden Anzeichen, auf die unterschiedlichste Art und Weise: Von Zahnfleischentzündung, Druckgefühl bis hin zu chronischen Gesichts- oder Kopfschmerzen, oder Kiefergelenksbeschwerden. Am häufigsten sehe ich in meiner Praxis die sog. Dentitio difficilis. Das 'schwierige Zahnen' ist oft ein schmerzhafter, entzündlicher Prozess, der kommen und gehen kann, vor allem dann, wenn ein Weisheitszahn nicht ausreichend Platz für das Einordnen in die regelrechte Zahnreihe hat. Um dem vorzubeugen, ist es sinnvoll, in der Jugend abzuklären, ob Weisheitszähne vorhanden sind oder nicht. Wer in kieferorthopädischer Behandlung ist oder war, wird vom behandelnden Kieferorthopäden informiert, ob Weisheitszähne vorhanden sind oder nicht, bzw. ob diese entfernt werden sollten. Wenn ja, dann gehen Sie bitte zum Hauszahnarzt oder Kieferchirurgen, ehe es zu Problemen kommt. Denn Weisheitszähne lassen sich in jungen Jahren deutlich leichter und schneller (und somit angenehmer für den Patienten) entfernen, als wenn der Patient älter ist.

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09.01.2013

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Wie können Sie dem Angst-Patienten in Ihrer Praxis gezielt helfen?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Den ersten Schritt macht der Patient/die Patientin indem er/sie in unsere Praxis kommt. Vor jeder Behandlung erfolgt immer erst eine Vorstellung bei der Patient/in uns kennenlernt und wir den Patienten. Ich nehme mir ausreichend Zeit für die Untersuchung, Beratung und Aufklärung. Wir haben in unserer Praxis im Team umfangreiches Informations- und Aufklärungsmaterial und zusammengestellt, sodass unsere Patienten zuhause alles Besprochene nochmal in Ruhe durchgehen können. Gegenseitiges Vertrauen ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Die weiteren Schritte unternehmen wir gemeinsam. Wir planen ausreichend Zeit für eine gelassene Behandlung ein. Meine Mitarbeiterinnen stehen unseren Patienten nicht nur mit ihrem Wissen und Können zur Seite, sondern auch mit ihrer Einfühlsamkeit. Eine Behandlung können wir dem Patienten zusätzlich durch verschieden Beruhigungs- und Betäubungsmöglichkeiten erleichtern. Von der homöopathischen Hilfe bis hin zur Vollnarkose können wir Angstpatienten unterstützend eine entspannte und angstfreie Behandlung ermöglichen. Sehr beliebt bei unseren Patienten ist die Lachgassedierung. Und wer von unseren Patienten noch zusätzliche psychotherapeutische Betreuung wünscht, kann diese durch die benachbarte psychotherapeutische Praxis erhalten.

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09.01.2013

Welche Tipps können Sie Angst-Patienten geben?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Grundsätzlich ist es wichtig, zu wissen welcher Art die Angst ist, woher sie rührt, was der Auslöser ist oder war die Ursache war? Ist es eine natürliche Hemmschwelle (der Mund ist letztendlich ein Intimbereich), ist es Angst vor dem Unbekannten, habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, ist es nur Hysterie oder sogar eine Phobie? Je nach dem, welcher Art die Angst ist, können wir uns selbst helfen und auch Hilfe (durch den Zahnarzt) zulassen oder aber wir brauchen professionelle Hilfe durch Ärzte, die sich auf diese Problematik spezialisiert haben (z.B. Psychotherapeuten). Was sie unter Umständen (bei Angst) selbst für sich tun können: - Schieben Sie das Notwendige (z.B. Terminvereinbarung) nicht lange vor sich her. - Grübeln sie nicht, handeln sie. Bei unangenehmen Dingen können wir durch Dynamik unsere Hemmschwelle überwinden und uns selbst austricksen. - Lassen Sie sich einen (ersten) Termin möglichst schnell geben (idealerweise noch in der gleichen Woche, besser noch heute od. morgen). - Legen Sie Behandlungstermine auf den Vormittag. - Lassen Sie sich fahren! Aufgeregt am Steuer ist nicht gut! - Und noch etwas: Glauben Sie bitte nicht alles was Ihnen der eine oder andere erzählt. Frei nach dem Motto: "Aber mein Friseur hat gesagt..." Vertrauen Sie sich selbst und ihrem eigenen Urteil!

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09.01.2013

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg zum Thema » Zahnzusatzversicherung ⇑ top

Halten Sie Zahnzusatzversicherungen für sinnvoll?

Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg: Ob eine Zahnzusatz- oder eine Zahnersatzversicherung sinnvoll ist, hängt von den Bedürfnissen des Einzelnen ab. Wenn Sie sich zusätzlich versichern wollen, LESEN SIE BITTE DAS KLEINGEDRUCKTE! Hierzu gibt es auch ein gutes Informationsblatt der BZÄK (Bundeszahnärztkammer) "Was Sie über Zusatzversicherungen wissen sollte" als Download oder "Zähne versichern? Das sollten Sie wissen!" von der Initiative pro dente. Auch die "Waizmann Tabelle" (Leistungs- und Preisvergleich der Anbieter) ist hilfreich. Meine ganz persönliche Meinung: Ich kann mich im Leben nicht gegen alles mit Versicherungen absichern, sonst bleibt mir am Schluss kein Geld mehr zum Leben. In jungen Jahren ist es u.U. günster Eigenverantwortung zu tragen und zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung und Prophylaxe zu gehen. In Deutschland wird relativ viel Geld für Auto und Urlaub ausgegeben - vielleicht ist es längerfristig für den einen oder anderen von uns günstiger eine Zeitlang auf Konsum zu verzichten und dafür etwas in die Zahngesundheit zu investieren.

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09.01.2013

Profil von Dr. Dr. Dr. Tobias W. Rogg

Sprechstunde

Montag: 8:00-13:00, 14:00-17:00
Dienstag: 8:00-13:00, 14:00-17:00
Mittwoch: 8:00-13:00, 14:00-17:00
Donnerstag: 8:00-13:00, 14:00-17:00
Freitag: 8:00-13:00, 14:00-17:00
Samstag: nach Vereinbarung

Praxisbeschreibung

Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Zahnarzt - ambulante Operationen

Zertifizierte Tätigkeitsschwerpunkte:
Plastische Operationen
Parodontologie
Implantologie