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Dr. Gero Wittstock


Dr. Gero Wittstock im Interview

Es wurden bereits 9 Fragen im Zahnarzt-Interview für Sie beantwortet!

Dr. Gero Wittstock zum Thema » Implantologie ⇑ top

Was sind typische Grenzen der Implantologie?

Dr. Gero Wittstock: Implantate sind ein funktionierende und ausgereifte Möglichkeit, verloren gegangene Zähne zu ersetzen. Durch dentale Implantate haben wir heute ein Mittel in der Hand unterschiedlichste Indikationen zu therapieren. Von der Einzelzahnlücke bis zum zahnlosen Patienten. Festsitzende, natürliche Zähne können dadurch realisiert werden und der Patient rehabilitiert werden. Auch wenn moderne Implantatsysteme diesen Indikationsbereich immer weiter ausdehnen (durch moderne Implantatformen, Oberflächen der Implantate und neuartige Materialeigenschaften), so gibt es dennoch Grenzen der Implantologie. Hier muss man zwischen relativen und absoluten Indikationen unterscheiden. Ganz klar ist zu sagen, Implantate brauchen ausreichend Knochen, um suffizient Einzuheilen und als vollwertige künstliche Zahnwurzel zu dienen. Ist nicht genügend ortsständiger Knochen vorhanden, können wir durch unterschiedliche "augmentative", also aufbauende Verfahren, Knochen wiederherstellen. Hier kann mit patienteneigenem Knochen, aber auch Knochenersatzmaterial gearbeitet werden. Die unterschiedlichen Knochenaufbauenden Verfahren sind sehr komplex (externer/interner Sinuslift, Anlagerung von Knochenblöcken, bone splitting,...). Nur in ganz seltenen Fällen sind derartige knochenaufbauenden Massnahmen nicht möglich. Osteoporose stellt keine Kontraindikation für eine Implantation dar. Es gibt jedoch einige allgemeine Erkrankungen, die das Einheilen von Implantaten erschweren. Dazu gehört insbesondere ein schlecht eingesteller Diabetes. Häufig sprechen wir daher vorher mit dem behandelnden Arzt unserer Patienten, um derartige allgemeinmedizinische Risikofaktoren auszuschließen bzw. zu minimieren. Auch Rauchen ist immer wieder ein Thema im Rahmen einer geplanten Implantation. Hier gilt auch heute noch klar die Empfehlung, dass Rauchen aufzugeben bzw. stark einzuschränken. Bei sorgfältiger und gewissenhafter Planung einer möglichen Therapie mit Implantaten, sind der Implantologie nur wenige, aber entscheidende, Grenzen gesetzt. Diese können jedoch vor Therapiebeginn erfolgreich erkannt und eingeplant werden.

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03.09.2012

Wie schmerzhaft ist die Behandlung?

Dr. Gero Wittstock: Die moderne zahnärztliche Anästhesie bietet uns die Möglichkeit, mit modernsten Betäubungsmitteln, eine schmerzfreie Behandlung zu sichern. Sowohl zahnärztliche, als auch implantologische Eingriffe können wir damit schmerzfrei durchführen. Das ist für uns ganz wichtig, so ist unser Patient entspannt während der Behandlung und wir als Behandler können in Ruhe operieren und damit ein optimales Ergebniss für den Patienten erreichen. Auch die eigentliche Anästhesie, also die sogenannte "Spritze" kann sehr schmerzarm gesetzt werden. Ich biete meinen Patienten daher immer an, zunächst eine Oberflächenanästhesie zu geben. Dabei wird mit einem Spray die Schleimhaut betäubt. Der Einstich ist dann nicht mehr zu spüren und die eigentliche Injektion des Betäubungsmittel wird bei uns sehr vorsichtig und ruhig durchgeführt. Schmerzen entstehen auch dabei kaum.

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03.09.2012

Wie wichtig ist das Thema Knochenaufbau in der Implantologie?

Dr. Gero Wittstock: Das Thema Knochenaufbau kann abhängig von der Anatomie und dem vorhandenen Knochenangebot im einzelnen Patientenfall ein sehr wichtige Thema sein. Häufig ist ein Knochenaufbau nicht nötig, da noch genügend Restknochen vorhanden ist, um ein Implantat fest und sicher verankern zu können. Ist jedoch nicht ausreichend Knochen vorhanden, ist ein Knochenaufbau wichtig für ein langfristigen Erfolg eines Implantates. Denn nur Implantate die sowohl in Höhe als auch in Breite in ausreichend Knochen fixiert sind, können die Funktion einer sicheren und festen künstlichen Zahnwurzel optimal erfüllen. Implantate werden aufgrund der sehr guten Erfolgsraten und der sehr guten klinischen und wissenschaftlichen Erfahrungen auch mehr und mehr in anatomisch schwierigen Ausgangssituationen eingesetzt. Durch diese Erweiterung des Indikationsspektrums wird auch ein Knochenaufbau immer häufiger Bestandteil einer implantologischen Therapie. Während früher der eigene Knochen als "Gold Standard", also das beste mittel für einen Knochenaufbau galt, gibt es mittlerweile Knochenersatzmaterialien die dem eigenen Knochen ebenbürtig sind und einige weitere positive Eigenschaften haben. Vorteil für den Patienten bei einem Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterial ist in erster Linie, dass kein Knochen an anderer Stelle im Mund gewonnen werden muss (z.B. Kinn, Kieferwinkel). Dadurch sind die postoperativen Beschwerden ganz deutlich reduziert. Moderne Knochenersatzmaterialien werden mittlerweile in präfabrizierten Formen geliefert (z.B. Knochenersatzmaterialringe, Blöcke), die dann der Anatomie nur noch angepasst werden müssen. Mittlerweile gibt es sogar Knochenersatzmaterialien, die individuell auf den Patienten angepasst sind und auch nur bei dem entsprechenden Patienten angewendet werden können. Diese passen ohne jegliche Anpassung in den Knochendefekt und werden mit lediglich einer Schraube fixiert. Anhand eines dreidimensionales Röntgenbildes werden diese dann am Computer designt und gefräst. Dadurch ist die OP Zeit auf ein Minimum reduziert und es wird ein optimales Knochenlager gebildet. Dieses Verfahren wenden wir in unserer Praxis erfolgreich an. Wir versuchen in unserer Praxis so weit es geht auf moderne Knochenersatzmaterialien zu setzen, da diese deutliche Vorteile für den Patienten bieten. Diese Materialien sind sicher, ausreichend verfügbar und bei entsprechender Selektion des Materials dem eigenen Knochen gleich.

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27.03.2014

Wie sicher ist die Implantologie?

Dr. Gero Wittstock: Die Implantologie ist nun mittlerweile seit vielen Jahrzehnten fester Bestandteil der modernen Zahnmedizin. Die Implantologie hat sich sowohl in der Praxis als zuverlässige Therapie etabliert und auch die wissenschaftliche Bewertung zeigt das ein sicherer Einsatz gewährleistet ist. Implantaterfolgsraten von weit über 95% sind dabei mittlerweile die Regel. Um diese sehr gute Erfolgsraten zu erhalten ist aber auch entscheidend, das die anatomischen und patientenbezogenen Bedingungen erfüllt werden. Anatomische Voraussetzungen die eine Implantation benötigt sind ausreichend vorhandenes Knochenangebot und mitunter auch ein optimales Weichgewebsangebot (attached gingiva, fixierte Gingiva im Bereich des Implantats). Falls die anatomischen Bedingungen eine Implantation erschwerden, z.B. mangelndes Knochenangebot, kann heutzutage zuverlässig mit Knochenaufbau die anatomischen Voraussetzungen verbessert werden. Patientenbezogene Bedingungen die die Erfolgsrate beeinflussen sind Rauchen, bestimmte Allgemeinerkrankungen (Diabetes) und einige Medikamente (Bisphosphonate). Aber auch hier kann durch sorgfältige Operationstechnik und z.B. perioperative Antibiotikagabe die Erfolgsaussicht auf ein gutes Niveau angehoben werden. Generell kann gesagt werden, dass die Implantologie ein sicheres, modernes Verfahren ist. Sehr hohe Erfolgsraten erhalten wir in unserer Praxis vor allem dadurch, dass die Therapie ganz individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt wird.

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27.03.2014

Welche besonderen Vorteile bietet Ihre Praxis in der Implantologie?

Dr. Gero Wittstock: Wir bieten in unserer Praxis die Möglichkeit der computergeplanten, navigierten Implantologie. Für den Patienten liegen dabei die Vorteile klar auf der Hand. Kurze Operationszeit, häufig wenig bis unblutige Implantation und postoperativ nur sehr geringe Beschwerden. Dieses schonende und minimal invasive Verfahren der Implantologie ist eine Revolution in der Zahnmedizin. Mit Hilfe dreidimensionaler, digitaler Röntgentechnik (DVT - dentale Volumentomographie) können wir ein exaktes Abbild des Patienten im Computer generieren. Hier kann die optimale Position des Implantates schon exakt bestimmt und festgelegt werden. So stehen die Implantate in optimaler Position, auch in Bezug auf den späteren Zahnersatz. Mit Hilfe dieser Daten kann in einigen Fällen vor dem operativen Eingriff schon ein provisorischer Zahnersatz hergestellt werden, sodass der Patient am Tag der Implantation schon mit festen Zähnen nach Hause gehen kann.

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10.07.2014

Dr. Gero Wittstock zum Thema » Inlays ⇑ top

Wann ist ein Inlay besonders empfehlenswert?

Dr. Gero Wittstock: Es gibt heute vielfältige Möglichkeiten einen kariösen Zahn wiederherzustellen. Dabei unterscheidet man generell zwischen direkt im Mund hergestellen plastischen Füllungen und den indirekt, im zahntechnischen Labor hergestellten Einlagefüllungen, auch Inlay genannt. Bei kleinen defekten sind direkt im Mund hergestellte Füllungen empfehlenswert. Als Füllungsmaterial verwenden wir in unserer Praxis ausschließlich hochästhetische und langlebige Kunststoffe, die mit Keramikpartikeln angereichert sind (Hybdridkomposite). Ist der Defekt am Zahn größer, ist also ein Großteil der Kaufläche oder sogar einzelne Höcker beteiligt oder ist der Defekt sehr tief, so sind indirekt angefertige Einlagefüllungen, also Inlays, die optimale Versorgung. Diese werden nach der Präparation und einer Abdrucknahme in unserem praxiseigenen Dentallabor hochpräzise angefertigt. Hierbei stehen sowohl Metall, als auch Keramik als Material zur Auswahl. Wir verwenden in unserer Praxis nahezu ausschließlich Keramik als Inlaymaterial. Hiermit können wir Inlays höchster Güte und Ästhetik herstellen.

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01.10.2012

Dr. Gero Wittstock zum Thema » Karies ⇑ top

Wie stehen Sie zur Kariesvorbeugung durch lokale Fluoridzufuhr?

Dr. Gero Wittstock: Lokale Fluoridzufuhr ist eine sinnvolle Ergänzung im Rahmen der Kariesprävention. Sie hilft dabei kleinste Läsionen im Schmelz (Demineralisationen) zu reparieren bzw. härtet den Zahnschmelz generell. Sie kann jedoch nur als ein Baustein der Kariesprävention sein. Nur eine regelmäßige Entfernung von Belägen durch das Putzen mit der Bürste in Kombination mit Zahnseide schützt vor Karies. Die lokale Fluoridierung ist jedoch ein gutes chemisches Mittel, die Wahrscheinlichkeit von Karies weiter zu reduzieren. Wichtig ist, dass die empfohlenen Tagesdosierungen jedoch nicht überschritten werden, bei der korrekten Dosierung ist der Zahnarzt gerne behilflich.

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15.08.2012

Dr. Gero Wittstock zum Thema » Moderne Zahnmedizin ⇑ top

Welche Trends sehen Sie in der Zahnmedizin von morgen?

Dr. Gero Wittstock: Die Trends in der Zahnmedizin werden sicherlich eine weiterere Integration und Unterstützung der Diagnostik und Behandlung durch den Computer sein. Während die Zahnmedizin in den letzten Jahren hier anderen medizinischen Bereichen in diesem Aspekt unterlegen war, gibt es jetzt zahlreiche sinnvolle Neuerungen und Anwendungen. Zum einen zählt dazu vor allem die "dentale Volumentomographie" (DVT). Hiermit ergeben sich für das zahnärztliche Röntgen ganz neue Dimensionen. Dreidimensionale Aufnahmen der Zähne, des Kiefers oder anderer Strukturen im Kopfbereich lassen dabei eine sichere Diagnostik und damit Behandlungsplanung zu. Ähnlich einem CT können am Computer die Bilder ausgewertet werden, bei deutlich reduzierter Strahlenbelastung. Ein ähnlicher Trend ist bei der Anfertigung von neuem Zahnersatz (Kronen, Brücken,...) zu erkennen. Mit Hilfe digitaler, optischer Scanner können Zahnmodell, teilweise sogar die beschliffenen Zähne im Mund, direkt abgescannt werden. Am Computer wird dann der Zahnersatz modelliert und mit Hilfe von industriellen Fräsmaschinen hergestelt (CAD/CAM). Der Computer hilft also dem Behandler, zuverlässig und vorhersagbar zu arbeiten und Zahnersatz auf neuen Niveauherzustellen.

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22.08.2012

Dr. Gero Wittstock zum Thema » Prophylaxe ⇑ top

Warum ist Prophylaxe so wichtig?

Dr. Gero Wittstock: Prophylaxe ist ein elementarer Bestandteil moderner Zahnheilkunde. Prävention ist ein entscheidener Punkt für eine optimale orale Gesundheit. Und dabei ist es eben entscheidend frühzeitig schädliche Einflüsse, Läsionen und Schäden zu erkennen und zu beseitigen. Denn je frühzeitiger interveniert, also gehandelt wird, mit desto kleineren Massnahmen können diese Missstände beseitigt werden. Wichtige Grundsäulen für eine Früherkennung sind dabei einerseits der regelmäßige Zahnarztbesuch, der dem Erkennen von Schäden dient und insbesondere die Prophylaxe um Bedingungen zu schaffen, die Schäden erst gar nicht ermöglichen. Im Rahmen unserer Prophylaxeprogramms werden daher Patienten, je nach Notwendigkeit alle 1 bis 2 Jahre in unsere Praxis bestellt. Als wesentliche Prophylaxemassnahme führen wir dabei eine sogenannte professionelle Zahnreinigung (PZR) durch. Die Zähne werden von Zahnstein, harten und weichen Belägen sowie Verfärbungen beseitigt. Optimale Bedingungen werden geschaffen. Das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat profitieren und regenerieren davon. Eine Politur und Fluoridierung der Zähne sorgen dafür, dass sich nicht erneut so schnell Beläge anhaften können. Gleichzeitig wird die häusliche Mundhygiene wieder besser ermöglicht. Grade im Hinblick auf die Wechselwirkung zwischen oraler Gesundheit und die Allgemeingesundheit des Organismus ist ein entzündungs- und infektfreier Zustand des Gebiss bedeutend. Schlechte Zähne erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes,... Daher ist in der Praxis Dr. Wittstock die Prophylaxe eine Grundsäule, auf der jede weitere Behandlung erst aufbaut.

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15.08.2012

Profil von Dr. Gero Wittstock

Sprechstunde

Montag: 8.30h - 13.00h; 15.00h - 18.00h
Dienstag: 8.30h - 13.00h; 15.00h - 18.00h
Mittwoch: 8.30h - 13.00h; 15.00h - 18.00h
Donnerstag: 8.30h - 13.00h; 15.00h - 18.00h
Freitag: 8.30h - 13.00h
Samstag: nach Vereinbarung

Praxisbeschreibung

Zahnarzt Dr. Wittstock - Ihr Spezialist für Implantologie sowie zahnärztlich, oralchirurgische Behandlung.

- Implantologie
- computernavigierte Implantologie - guided surgery
- Parodontologie
- Ästhetik
- Endodontie
- allgemeine Zahnheilkunde
- DVT 3D Röntgen