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Gerald Zähringer

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Gerald Zähringer im Interview

Es wurden bereits 16 Fragen im Zahnarzt-Interview für Sie beantwortet!

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Was sind die Tätigkeitsschwerpunkte Ihrer Praxis?

Gerald Zähringer: Meine Tätigkeitsschwerpunkte sind "Umwelt-ZahnMedizin" und "Ganzheitliche Zahnmedizin". Dies bedeutet, dass bei notwendigen Füllungen oder Zahnersatz nicht nur der entsprechende Zahn, sondern immer auch der restliche Körper betrachtet werden um eine optimale Lösung zu finden. Optimal heißt in diesem Fall nicht, "die beste Möglichkeit, die im Lehrbuch steht", sondern die für den aktuellen Patienten mit allen seinen Vorgaben beste Möglichkeit.

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08.04.2011

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Wie stehen Sie zur Kariesvorbeugung durch lokale Fluoridzufuhr?

Gerald Zähringer: Fluoridzufuhr? Da kommt es sehr stark darauf an, was ich damit bezwecken möchte. Zur Kariesvorbeugung gibt es sicherlich viele Studien, die positive Ergebnisse zeigen. Leider wird dabei in der Regel nur auf die Zähne geschaut. Betrachtet man den Rest vom Körper ist eine Fluoridzufuhr eher als schädlich zu bezeichnen. Wie so häufig kommt es also auf den individuellen Fall an. Ich kann also nicht sagen, grundsätzlich ja oder grundsätzlich nein. Man muss mal wieder sehr genau die Vorteile und Risiken gegeneinander abwägen.

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08.04.2011

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Was sind Ihre Spezialgebiete und Lieblingsdisziplinen in der Zahnmedizin?

Gerald Zähringer: Ich habe mich auf den Fachbereich "Umwelt-ZahnMedizin" spezialisiert. Hierbei werden vielfältige Einflüsse von z.B. zahnärztlichen Materialien auf den Körper bei der Diagnosefindung und Therapieplanung berücksichtigt. Das Ziel sollte immer sein, einen gesunden Menschen nicht krank zu machen und einen kranken Menschen gesünder. Und da wir Zahnärzte die meisten Fremdmaterialien in den Körper einbringen (z.B. Füllungsmaterialien, Kronen, Implantate), sollten wir auch die Folgen unseres Handelns verstehen und beseitigen können.

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08.04.2011

Wann haben Sie sich als Zahnarzt niedergelassen?

Gerald Zähringer: Ich bin seit 2001 niedergelassen.

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08.04.2011

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Moderne Zahnmedizin hat ihren Preis. Ist das für alle Patienten erschwinglich?

Gerald Zähringer: Es kann nur dadurch für alle möglich werden, wenn die Zahnmedizin komplett nicht mehr von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen wird. Nur wenn alle Leistungen selbst zu bezahlen sind, wird hier jeder die Notwendigkeit einer eigenen Vorsorge sehen. Also Private (Zusatz-)Versicherung oder Finanzierung aus eigenen Mitteln. Und wer das nicht selbst leisten kann, der bekommt eben vom Staat einen Zuschuß. Dadurch wird das Geld dann auch genau dafür eingesetzt, wofür es gedacht ist - für die zahnärztliche Behandlung. Wir haben nun mal kein unkalkulierbares Risiko in der Zahnmedizin, wir brauchen also keine Risiko-Versicherung!

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08.04.2011

Welche Trends zeichnen sich derzeit in der Zahnmedizin ab?

Gerald Zähringer: Leider zeichnet sich hier eine Zahnmedizin weg vom Menschen, hin zu Geräten und Maschinen ab. Dies mag kurzfristig, häufig auch scheinbar langfristig, im Bereich der Zähne erfolgreich sein. Die Gefahren für den restlichen Körper werden aber leider fast vollständig ignoriert. Solange nicht die Ursache für ein Problem beseitigt, sondern nur ein Symptom bekämpft wird, kann eine moderne, gerätebasierte Zahnmedizin nicht erfolgreich sein. Und Ursachenforschung steht bei allen aktuellen Themen nicht auf dem Plan.

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08.04.2011

Welche zukunftsorientierten Methoden und Techniken setzen Sie in Ihrer Zahnarztpraxis bereits erfolgreich um?

Gerald Zähringer: Nur etwas ganz einfaches - umfangreiche Diagnostik und darauf basierende Therapie! Es ist nicht wichtig, was gemacht wird, sondern warum. Entscheidend ist doch nicht, ob z.B. das Loch im Zahn jetzt so oder so versorgt wird. Warum ist das Loch überhaupt im Zahn? Wenn ich diese Frage nicht beantworte und die Ursache beseitige wird das für den Patienten sowieso keine sinnvolle, langfristige Lösung sein. Und wenn bei der Diagnostik dann auch der ganze Körper betrachtet wird, dann wird das Risiko für die Therapie auch so gering wie möglich ausfallen.

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08.04.2011

Wie profitiert der “normale Kassenpatient” von Innovationen in der Zahnmedizin?

Gerald Zähringer: Genau wie jeder andere auch! Für mich gibt es keinen Unterschied, wie jemand versichert ist. Wichtig ist doch, welche Probleme hat der Patient und welche Möglichkeiten gibt es, diese Probleme zu beseitigen. Und dabei bekommt jeder meiner Patienten die gleichen Informationen. Es muss jedoch klar sein, dass die Übernahme der Kosten durch eine Versicherung nicht immer gewährleistet ist. Und da muss natürlich dann jeder selbst entscheiden, bin ich bereit, die Kosten selbst zu tragen oder soll die Allgemeinheit dafür gerade stehen müssen, wenn ich etwas bekomme, was so nicht notwendig oder mehr als ausreichend war? Denn nur das kann ein Sozialstaat auch leisten. Alles andere wäre asozial

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08.04.2011

Gerald Zähringer zum Thema » Studium der Zahnmedizin ⇑ top

Welche Schwerpunkte haben Sie während Ihres Studiums gelegt?

Gerald Zähringer: Wärend des Studiums habe ich mich nicht auf bestimmte Bereiche besonders konzentriert, da eine umfassende Ausbildung viel wichtiger ist, als bereits eine Spezialisierung auf ein Fachgebiet zu diesem frühen Zeitpunkt der beruflichen Laufbahn. Spezialisierung ja - aber nur mit breitem Allgemeinwissen!

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08.04.2011

Wo bzw. an welcher Fakultät haben Sie Ihre fachlichen Zusatzqualifikationen erlangt?

Gerald Zähringer: Zuletzt habe ich an einem Curriculum im Bereich "Umwelt-ZahnMedizin" der Deutschen Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin (DGUZ) teilgenommen und dadurch die Qualifikation für den Tätigkeitsschwerpunkt "Umwelt-ZahnMedizin" erlangt.

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08.04.2011

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Zahnersatz ist meist zeit- und kostenintensiv. Wie ist das in Ihrer Zahnarztpraxis?

Gerald Zähringer: So pauschal kann man das sicherlich nicht sagen. Das kommt immer auf den Einzelfall an. Ein kleines Problem kann häufig kurzfristig und mit wenig finanziellem Aufwand gelöst werden. Umfangreichere Neuversorgungen benötigen aber auch häufig mehrere Jahre, bis alles fertig ist. Und dass das dann häufig auch mit einigen Kosten verbunden ist sollte nachvollziebar sein können. Es muss aber nicht teuer sein. Eine sinnvolle, umfangreiche Neuversorgung für z.B. 20000 Euro kann eine günstige Lösung sein und das Angebot für 5000 Euro viel zu teuer, da nicht sinnvoll. Man kann aber natürlich auch mit nur ein paar Hundert Euro schon einen vernünftigen Zahnersatz anfertigen - kommt eben immer darauf an, was notwendig ist und was ich als Patient haben möchte. Luxuslimousine kaufen aber nur Kleinwagen bezahlen wollen wird normalerweise nicht funktionieren. Aber vielleicht reicht der "Kleinwagen" ja auch problemlos aus.

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08.04.2011

Gerald Zähringer zum Thema » Zahnmedizin Baby Kind ⇑ top

Ab welchem Alter können Kinder eigenständig die Zähne putzen?

Gerald Zähringer: Sobald sie eine Zahnbürste halten können! Selbstverständlich gilt: Nachputzen! Aber immer erst mal die Kinder selber machen lassen. Die Kontrolle sollte aber bis deutlich ins Schulalter hinein erfolgen. Erst wenn sichergestellt ist, dass die Kinder das sicher alleine hinbekommen darf das dann auch "eigenständig" erfolgen.

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08.04.2011

Wann sollten Eltern mit ihrem Kind erstmals zum Zahnarzt gehen?

Gerald Zähringer: Am besten bereits vor der Zeugung! Viele Probleme können sich von der Mutter auf die Kinder im Bauch übertragen. Und da wäre es sinnvoll bereits vor einer geplanten Schwangerschaft optimale Verhältnisse zu schaffen (sonst klappt das mit dem Kinder kriegen vielleicht erst gar nicht). Und dann sollte das Kind natürlich einen Zahnarztbesuch als etwas ganz normales kennen lernen. Also wenn die Eltern zur Kontrolle gehen, geht auch das Kind mit. Es soll ja auch nur kontrolliert werden. Wenn das Kind auch Interesse hat, sich in den Mund schauen zu lassen ist das die optimale Situation. Zwang darf dabei keine Rolle spielen. Wenn es heute nicht klappt, dann halt beim nächsten Mal!

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08.04.2011

Sind gute bzw. schlechte Zähne erblich bedingt?

Gerald Zähringer: Ja! ...und Nein! Es gibt einige wenige, direkt genetisch bedingte Erkrankungen der Zähne, die vererbt werden. Diese sind allerdings sehr selten. Also "Ja, aber eher nein". Nachgewiesenermaßen werden Keime aus dem Mund der Eltern auf die Kinder übertragen, was man auch als "Vererbung" bezeichnen könnte. Also "Ja, aber eigentlich nein". Und dann sind da noch genetische Variationen unabhängig von den Zähnen. Auch diese können natürlich im Bereich der Zähne für Probleme sorgen. An diese wird jeodch normalerweise bei solch einer Fragestellung nicht gedacht. Also "Ja"! Und dann gibt es da noch den Bereich "Mundhygiene". Ursache für viele Probleme in der Mundhöhle. Und bei wem schaut man sich die Mundhygiene ab? Richtig, bei den Eltern. Also eigentlich "Nein", nicht erblich bedingt. Aber irgendwie dann doch auch "Ja"!

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08.04.2011

Gerald Zähringer zum Thema » Zahnzusatzversicherung ⇑ top

Halten Sie Zahnzusatzversicherungen für sinnvoll?

Gerald Zähringer: Ja - und nein! Ja, wenn in absehbarer Zeit sehr wahrscheinlich Behandlungsbedarf entsteht, also z.B. einige große Füllungen, die möglicherweise in einigen Jahren durch etwas anderes ersetzt werden müssen (also z.B. Krone). Nein, wenn aktuell Behandlungsbedarf besteht, denn da wird normalerweise eine Versicherung nichts bezahlen. Und nein, wenn in den nächsten Jahren eine umfangreichere Behandlung nicht zu erwarten ist. Dann sollte lieber über eine langfristige Sparanlage ein eigener Kapitalstock aufgebaut werden. Auf das ganze Leben gesehen sind für die meisten Menschen nicht mehr als 20000-30000 Euro an Kosten für die Zähne zu erwarten. Selbst wenn man diese Summe verdoppelt oder sogar verdreifacht kann dies mit 20-30 Euro im Monat selbst angespart werden. Warum also 20-30 Euro für eine Versicherung ausgeben, wenn ich die vielleicht nie brauche und eigentlich gar kein Risiko da ist?

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08.04.2011

Gerald Zähringer zum Thema » Zirkonkrone ⇑ top

Weshalb ist die Zirkonkrone für Allergiker besonders gut geeignet?

Gerald Zähringer: Jedes Material ist für Allergiker geeignet. Sofern man darauf nicht allergisch ist selbstverständlich. Aber kein Material ist völlig ohne Risiko. Selbst eine Zirkonkrone muss irgendwie befestigt werden. Und wenn man dann auf den Kleber allergisch ist bringt das keine Vorteile. Sicherlich ist das Risiko, auf eine Zirkonkrone allergisch zu reagieren praktisch ausgeschlossen. Völlig sicher kann man sich jedoch erst nach einem entsprechenden Allergietest sein, sinnvollerweise auch auf die Befestigungskleber und auch nicht als Hauttest. Nur ein LTT macht hier Sinn. Allerdings kann ich dadurch auch alle anderen denkbaren Materialien abklären.

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08.04.2011

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Praxisbeschreibung

Tätigkeitsschwerpunkte:
Umwelt-ZahnMedizin
Ganzheitliche Zahnmedizin

Zur Verfügung gestellte KeydexPlus Leistungen

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