Zahnfüllungen für die Behandlung von Karies im Milchzahngebiss
Veröffentlicht am 05.05.2009 von Admin1 - mal 711 gelesen
Yengopal V, Harneker SY, Patel N, Siegfried N
Cochrane Database of Systematic Reviews 2009, Issue 2.
ABSTRAKT
Hintergrund
Kindliche Karies ist eine Form des Zahnverfalls, der die Milchzähne betrifft. dies kann bei einem Zahn der Fall sein oder alle Zähne im Mund betreffen. Primäre Zähne sind lebenswichtig für deren Entwicklung und jede Anstrengung sollte unternommen werden, um sie so lange wie möglich zu erhalten. Zahnfüllungen oder Restaurationen werden dafür verwendet, um die zerstörten Zähne zu reparieren. Zahnmediziner müssen sich entscheiden, welches füllungsmaterial sie auswählen müssen, um das beste Ergebnis für ihre Patienten mit kindlicher Karies zu erreichen. diese Entscheidung ist keineswegs einfach, da es in den letzten 10 Jahren bemerkenswerte Fortschritte dentaler Füllungswerkstoffe gab, durch die Einführung vieler Füllungsmaterialien, die in Anspruch nehmen, zum besten Erfolg bzgl. der Haltbarkeit, Ästhetik und Symptomhilfe, etc. bei der Platzierung im Mund beizutragen. Diese Übersicht versucht die verschiedenen Arten der Materialien zu vergleichen, und ob sie zu gleichen Ergebnissen führen.
Ziel
Ziel dieser Übersicht war der Vergleich der Ergebnisse (Schmerzerleichterung, Fortbestand und Ästhetik) restaurativer Materialien, die verwendet werden, um Karies im Milchzahngebiss zu behandeln. Zusätzlich wurde die Restauration mit der Extraktion und Nichtbehandlung verglichen.
Suchstrategie
Eine elektronische Untersuchung wurde in folgenden Datenbanken durchgeführt: Cochrane Oral Health Group's Trials Register (up to January 2009); CENTRAL (The Cochrane Library 2009, Issue1); MEDLINE (1966 to January 2009); EMBASE (1996 to January 2009); SIGLE (1976 to 2004); und Tagungsberichte von frühkindlicher Karies, Restaurationsmaterialien in der Kinderzahnheilkunde (1990 to 2008). Die Suche versuchte alle relevante Studien unabhängig von der Sprache zu identifizieren.
Zusätzlich wurden Referenzlisten von Artikeln geeigneter Zeitschriften durchsucht, handsearching von wichtigen Journalen wurde durchgeführt, und persönliche Gespräche mit den Autoren und Herstellern von Dentalmaterialien wurden aufgenommen, um die Menge geeigneter Untersuchen zu steigern (publizierte und nicht publizierte) um diese in die Übersicht einzubeziehen.
Selektionskriterien
Randomisierte kontrollierte Versuche (RCTs) und quasi-randomisierte versuche mit einer Mindestdauer von 6 Monaten wurden hinzugefügt. Beide paralle Gruppe und split-mouth study wurden berücksichtigt. Das Mass der Randomisation konnten das Individuum, die Gruppe (Schule, schulklasse, etc), Zahn oder Zahnpaar. Die beteiligten Studien hatten eine Abbrecherquote von weniger als 30%. Die in frage kommenden Studien bestanden aus jungen Kindern (jünger als 12 Jahre) mit Karies, mit einem Zahn im Milchzahngebiss, die am Anfang der Studie symptomfrei waren.
Datensammlung und Analyse
Die Daten wurde unabhängig von einander extrahiert, in doppelter Ausfertigung mit zwei nachprüfenden Autoren. Unstimmigkeiten durch die Konsultation mit einem, Dritten Autor gelöst. Mit Autoren wurde Verbindung aufgenommen, wenn es fehlende oder unklare Angaben über die Randomisation, die Verteilungsfolge, Darstellung der Daten, etc gab. Eine Qualitätsbewertung der Studien wurde durchgeführt. Die Leitlinien für die Datenanalyse der Cochrane Collaboration wurden befolgt.
Hauptergebnisse
Nur drei Studien für diese Übersicht wurden berücksichtigt. Die Fuks 1999 Studie untersucht die klinische Performance ästhetischer Kronen versus Stahlkronen bei 11 Kindern, die zwei primäre mandibulare Molaren hatten, bei denen eine Kronenrestauration notwendig war. Die ergebnisse nach 6 Monaten Gingivaheilung (odds ratio (OR) 0,3; 95% Konfidenztintervall (CI) 0,01 to 8,32), Restaurationsversagen (OR 3,29; 95% CI 0,12 to 89,81), Okklusion, Proximalkontakt und Randdichtigkeit. die Odds ratios für Okklusion, Proximalkontakt und Randdichtigkeit konnten nicht bewertet werden, da keine Ergebnisse in der 6-Monats-Evaluation aufgezeichnet waren. Die Donly 1999 split-mouth study vergleicht eine kunststoff-modifizierte Glass Ionomer (Vitremer) mit Amalgam über einen Zeitraum von 36 Monaten. Vierzig Paare von Klasse II Restaurationen wurden bei 40 Patienten gesetzt (21 männliche, 19 weibliche, mittleres Alter 8 Jahre +/- 1,17; von 6 bis 9 Jahre. Obwohl die Studienperiode 3 Jahre (36 Monate) war, wurden nur die 6- und 12-Monats-Daten aufgezeichnet, auf Grund Verluste durch Studienabbruch von über 30% für die Daten der 24- und 36-Monate. Marks 1999a rekrutierte 30 Patienten (im Alter von 4 bis 9, im Mittel 6,7, Standardabweichung 2,3) mit einem Paar primärer Molaren, bei denen eine Klasse II Restauration notwendig war. Die getesteten Materialien waren Dyract (Kompomer) und Tytin (Amalgam). Verlust durch Studienabbruch nach 24 und 36 Monaten waren 20% und 34%, in dieser Reihenfolge. Das bedeutet, dass nur die Daten von 24 Monaten verwendbar waren. Bei allen Ergebnissen der drei Studien gab es keine signifikante Unterschiede der klinischen Performance zwischen den getesteten Materialien.
Es wurden keine Studien gefunden, die Restaurationen versus Extraktionen oder keine Behandlung als Intervention bei Kindern mit kindlicher Karies verglichen.
Schlussfolgerung des Autors
Es war enttäuschend, das nur drei Studien die verschiedenen Materialien verglichen. Es gab keine signifikante Unterschiede in allen drei Studien. Es gab nur ungenügende Belege von den drei Studien, um irgend eine Empfehlung zu geben, welches Füllungsmaterial verwendet werden sollte.
Cochrane Database of Systematic Reviews 2009, Issue 2 Art. No.: CD004483
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Quelle: http://www.cochrane.org/reviews/en/ab004483.html
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