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Zahnärzte: Durst bei Hitze mit zahnfreundlichen Getränken löschen


Veröffentlicht am 19.07.2010 von Zahnimaster - mal 197 gelesen






Zahnärzte: Durst bei Hitze mit zahnfreundlichen Getränken löschen
vom 19.07.2010
Die Dauerhitze beschert Getränkeherstellern und –märkten Rekordumsätze. Nicht jeder Durstlöscher ist aber auch gesund für die Zähne, darauf weist die Landeszahnärztekammer Thüringen hin. „Ideal sind Wasser, Mineralwasser, für kleine Kinder am besten ohne Kohlensäure, und ungesüßte Tees“, empfiehlt Kammerpräsident Dr. Andreas Wagner. Abzuraten ist dagegen von Colas oder Limonaden, denn sie enthalten viel Zucker. „Auch reiner Fruchtsaft, etwa Orangensaft, kann den Zähnen schaden“, warnt der Zahnarzt aus Erfurt. Grund: Die meist sehr stark zuckerhaltigen Säfte enthalten Fruchtsäuren, diese wirken erosiv (zersetzend) auf den Zahnschmelz – und das kann die Zähne anfällig für Karies machen, übrigens nicht nur bei Kindern.



Problematisch sind Fruchtsäfte vor allem dann, wenn sie unverdünnt aus den in Mode gekommenen Sportlerflaschen mit einem winzigen Saugloch im Verschluss getrunken werden. „Das wirkt wie ein Dauerbad der Zähne im Saft und





bedeutet für sie Hochstress“, erläutert Dr. Wagner. Besser sei es deshalb, Fruchtsaft aus Gläsern oder Bechern zu trinken oder gänzlich darauf zu verzichten und lieber auf stilles Mineralwasser umzusteigen. Außerdem sollte man nicht unmittelbar etwa nach dem Glas Orangensaft die Zähne putzen, denn dann wird der Zahnschmelz regelrecht weggeschrubbt, sondern mindestens eine Stunde warten. Dann hat der Körper die Fruchtsäure neutralisiert.



Zurückhaltung bei Fruchtsäften aus Industrieproduktion – die ja meist auch mit sehr viel Zucker angereichert sind – gilt erst recht bei Kindern. Milchzahnkaries auch als Folge falscher Ernährung ist leider keine Seltenheit. In Thüringen muss nach Daten der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege jedes vierte Kind in der Altersgruppe der Zwei- bis Sechsjährigen wegen Karies behandelt werden, weitere 14 Prozent gehören zur für die Erkrankung besonders anfälligen Risikogruppe. Bei den Siebenjährigen sind 40 Prozent behandlungsbedürftig.





Landeszahnärztekammer Thüringen




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