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ZAEK-SA: Erwin-Reichenbach-Förderpreis 2008 ging an Christian Heinzelmann, Halle


Veröffentlicht am 06.02.2009 von Zahnimaster - mal 632 gelesen


ZAEK-SA: Erwin-Reichenbach-Förderpreis 2008 ging an Christian Heinzelmann, Halle
vom 06.02.2009

Forschung über Knochenkleber in der Gesichtschirurgie wurde ausgezeichnet

In der Unfallchirurgie des Mittelgesichtes suchen Forscher seit längerem nach Materialien, durch die sich filigrane Knochenfragmente minimal-invasiv und dennoch stabil verbinden lassen. Bisher wurden Miniplatten aus Titan eingesetzt. Eine Alternative könnte die chirurgische Knochenklebung sein. Das Verfahren des Klebens würde eine zweite Operation, die beim Einsatz von Miniplatten zu deren Entfernung notwendig ist, überflüssig machen. Für seine Untersuchungen auf diesem Gebiet wurde Christian Heinzelmann, Doktorand an der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie (Direktor Professor Dr. Dr Johannes Schubert) und am Institut für Umwelttoxikologie (Direktorin Professor Dr. Heidi Foth), gerade von der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt mit dem Erwin-Reichenbach-Preis 2008 ausgezeichnet. Der mit 2500 Euro dotierte Preis würdigt innovative Arbeiten junger Wissenschaftler auf dem Gebiet der Zahnheilkunde.

Er untersuchte so genannte Dentinhaftvermittler, die bisher ihren Einsatz in der Zahnheilkunde fanden, hinsichtlich ihrer Toxizität (zellschädigende Wirkung) auf Knochenzellen. „Da Dentin und Knochen eine biologisch-strukturelle Ähnlichkeit aufweisen, liegt es nahe zu untersuchen, ob die in der konservierenden Zahnheilkunde zur Befestigung von Kompositfüllungen am Zahn verwendeten Dentinhaftvermittlern auch zur Knochenklebung eingesetzt werden können“, sagt Christian Heinzelmann, der Zahnarzt ist und derzeit Humanmedizin studiert, um später Kieferchirurg zu werden.

Solche Knochenklebstoffe könnten neben der Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie auch in anderen operativen Fächern wie der Unfallchirurgie, der Orthopädie und der Neurochirurgie ihren Einsatz finden. Der Zahnarzt untersuchte im Institut für Umwelttoxikologie an selbst gezüchteten Knochenzellen aus dem Kieferbereich die biologische Wirkung dieser Klebstoffe. Neben den Dentinhaftvermittlern wurden auch andere Gewebeklebstoffe überprüft. Alle untersuchten Materialien wirkten unter Laborbedingungen zellschädigend und sind prinzipiell toxisch. Das Ausmaß der Toxizität war unterschiedlich und abhängig von der chemischen Zusammensetzung des Klebstoffes, aber auch der Konzentration und der Kontaktzeit mit den Zellen. Diese Rahmenbedingungen sind nach der Auffassung von Christian Heinzelmann mit der richtigen Expertise sicherlich beherrschbar. Daher seien diese Stoffe zum Kleben von kleinen Knochenfragmenten im Mittelgesicht durchaus geeignet.


http:www.zaek-sa.de
http:www.halleforum.de


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