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Neue Behandlungsvielfalt für Ausgeschlafene: Nie wieder nächtliches Schnarchen und Atemaussetzer


Veröffentlicht am 12.07.2006 von Zahnimaster - mal 574 gelesen


Neue Behandlungsvielfalt für Ausgeschlafene: Nie wieder nächtliches Schnarchen und Atemaussetzer vom 12.07.2006
Die richtige Diagnose ist entscheidend für die Therapie und den Behandlungserfolg. Spezialisierte Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen sind heutzutage bereits durch ihre Ausbildung befähigt, die gesamte Bandbreite erfolgreicher Therapieformen anzubieten. Auf den einzelnen Patienten individuell zugeschnittene Behandlungskonzepte versprechen beste Erfolgschancen.

Morgens müde und gerädert? Schnarchgeräusche so laut wie ein D-Zug vertreiben den Partner aus dem gemeinsamen Schlafzimmer? Die Ursachen für nächtliches Schnarchen und Atemaussetzer sind vielfältig. Neben typischen Veränderungen der Nase, die zu Verengungen oder ungünstiger Luftdurchleitung führen, basieren sie jedoch meist auf Verengungen im Bereich des weichen Gaumens, Zäpfchens oder Zungengrundes. Derartige Einengungen können durch Gewebeerschlaffung oder auch Kieferfehlstellung entstehen. „Aufgrund dieser Zusammenhänge zwischen knöchernen und weichgeweblichen anatomischen Strukturen und deren Funktion ist das Fachgebiet der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie speziell durch seine fachliche Ausrichtung als kompetenter Partner des Schlafmediziners zur operativen Behandlung schlafbezogener Atemstörungen besonders qualifiziert“, sagt Prof. Dr. Dr. Elmar Esser, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG).

MKG-Chirurgen bieten ein breites diagnostisches und therapeutisches Spektrum zur effektiven und erfolgreichen Ursachen- und damit Problembeseitigung. Die Bandbreite reicht von der einfachen Schienenbehandlung, die bei richtiger Diagnose ebenso erfolgreich sein kann, über schonende operative Straffungen des weichen Gaumens und der Rachenwand bis hin zu funktionellen Korrektureingriffen im Nasenbereich oder umfangreichere verlagernde Operationen des Oper- und Unterkiefers. Was wann richtig ist, weiß nur der erfahrene Experte, der dann auch in der Lage ist, den Eingriff erfolgreich durchzuführen.

Stellungswechsel: Schiene schiebt Unterkiefer vor
Das Prinzip: Durch die Schiene wird der Unterkiefer um 5 – 8 mm nach vorn bewegt, Zunge, Zungenbein und Kehlkopf folgen dieser Bewegung. Dadurch werden die hinteren Luftwege zwischen Zungengrund und Rachenwand geöffnet. Diese so genannte Unterkieferprotrusionsschiene in den verschiedenen Varianten hat sich daher zu einer Standardtherapie entwickelt. Ihre Wirksamkeit ist durch mehrere kontrollierte Studien belegt. Wichtig dabei ist, dass die Schiene vom Experten individuell ausgewählt, angepasst und in regelmäßigen Intervallen kontrolliert wird. Denn: Das Vorziehen des Unterkiefers belastet die Kiefergelenke und kann bei Daueranwendung zu Kiefergelenkbeschwerden und möglicherweise Zahnschäden führen.

Wieder auf voller Fahrt: Gaumensegel richtig setzen
Bei der Erschlaffung der Gaumensegelmuskulatur werden heutzutage schonende, minimal-invasive Verfahren eingesetzt, wie beispielsweise die so genannte Radiofrequenzablation. Bei dieser neuen, bereits etablierten und wenig belastenden Behandlungsmethode wird mit einer speziellen Sonde mittels Radiofrequenz ein Plasmafeld erzeugt, das Molekülbindungen im Gewebe aufbricht. Der Effekt: Nach ca. 4 – 6 Wochen schrumpft das behandelte Gewebe und bewirkt dadurch eine Erweitung des Luftweges.

Profilstärke: Schön und topfit durch freie Atmung
Rücklagen des Ober- undoder Unterkiefers können ebenfalls eine Einengung des Gaumensegel- oder Zungenbereichs verursachen. Häufig ist ein enger Oberkiefer auch mit einer Einengung der Nasengänge kombiniert. Bei Kieferfehlstellungen treten neben der möglichen Einengung der Luftwege noch weitere funktionelle und ästhetische Aspekte auf wie eine eingeschränkte Kaufunktion, Fehlbelastung der Kiefergelenke, Schmerzen der Kau- und Nackenmuskulatur und Profilstörungen. Bei der skelettverlagernden Operation, die als zwar aufwendiges, allerdings auch effektivstes Verfahren gilt, wird beispielsweise der Unterkiefer dauerhaft vorverlegt. „Überdies kann beispielsweise bei Kieferengstand heutzutage mit einem technisch relativ unkomplizierten Eingriff der Kiefer effektiv gedehnt werden. Die Vorteile: Die Behandlungszeit ist drastisch verkürzt und zusätzlich wird die Ästhetik des Mittelgesichtsbereiches optimiert“, so Esser.
Derartige Eingriffe erfordern jedoch hohes planerisches Knowhow und verfahrenstechnische Erfahrung sowie die enge Kooperation mit einem Kieferorthopäden zur Einstellung der Zahnbögen auf die neue Kieferstellung.


Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)





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