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Honorarreform: Ortskrankenkassen fürchten Kostenexplosion


Veröffentlicht am 31.05.2006 von Zahnimaster - mal 296 gelesen


Honorarreform: Ortskrankenkassen fürchten Kostenexplosion vom 31.05.2006
Die AOK hält die gepante Reform der Ärztehonorare für nicht fianzierbar ddp

Berlin - „Drastische Kostensteigerungen im Gesundheitswesen“ befürchten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) aufgrund der geplanten Reform der Arzthonorare. „Falls die Koalition wirklich die Vergütung der niedergelassenen Ärzte auf Pauschalen umstellen will, kann das nicht das Ende der Budgetierung sein“, forderte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, in der Financial Times Deutschland vom Mittwoch. Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) lehnte eine einheitliche Vergütung für die Behandlung aller Versicherten ab.

Stackelberg zufolge müsse es dann eine andere Form der Budgetierung geben. Ansonsten würde das eine Kostenexplosion verursachen, die auch eine große Koalition nicht akzeptieren kann.

Der PKV-Vorsitzende Reinhold Schulte warnte die große Koalition vor einer Schwächung der privaten Kassen. Dies werde die strukturellen Probleme der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht lösen, erklärte er am Mittwoch auf der Jahrestagung seines Verbandes in Berlin. Die von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) geforderte einheitliche Vergütung sei nichts anderes als eine Bürgerversicherung „von der anderen Seite“, sagte Schulte.

Politiker von Union und SPD hatten bei ihren Gesprächen zur Gesundheitsreform vereinbart, die Ärztehonorare grundlegend zu reformieren. „Sie haben die Chance, Vorschläge bis zum 31. Dezember 2006 vorzulegen“, erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt auf dem Deutschen Ärztetag in Magdeburg.

Die Vorstände der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Köhler und Ulrich Weigeldt, wiesen Ende Mai darauf hin, dass sie schon lange an einer neuen Gebührenordnung arbeiteten. „Wir können deshalb schon bald – und zwar noch während der aktuellen Debatte der Arbeitsgruppe der Koalition zur Gesundheitsreform – der Ministerin unser Konzept präsentieren“, kündigten sie an. Das neue Konzept werde Entbürokratisierung, Transparenz und feste Preise für Ärzte mit sich bringen. Auch die Patientenorientierung sei enthalten. „Wir bringen eine kleine Revolution auf den Weg – und das schnell“, zeigten sich beide sicher.


Ärzteblatt



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