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Was hat denn Speisesalz mit meinen Zähnen zu tun? Ich rauch´ doch gar nicht! Ich putze nach jeder Mahlzeit! Ich esse nur Trockenobst. Fluor, Xylit, Chlorhexidin – Doping für den Zahn?

Keine Angst!

Es folgt nicht der aberüberzähligste Appell, das Rauchen aufzugeben, Zucker und andere Süßungsmittel zu meiden, keine säurehaltigen Getränke zu goutieren und Alkohol allenfalls zur Desinfektion äußerlich anzuwenden. Trotzdem der Hinweis, dass eine bewusste Lebensführung auch der Zahngesundheit und der Mundhygiene zu Gute kommt.

Rauch

Das multiple gesundheitliche Schädigungspotenzial von Zigarettenrauch ist durch gute Zahnpflege sicher kaum zu begrenzen. Zahnverfärbungen sollten nicht mit all zu aggressiven, abrasiven (=abreibenden) Zahnpasten angegangen werden, da diese den Zahnschmelz langfristig schädigen können.

Süßes

Der Genuss gesüßter Speisen und Getränke ist nicht unbedingt empfehlenswert. Für die Zahnpflege ist es besser, die kariesträchtigen süßen Beläge möglichst sofort nach dem Genuss zu entfernen. Eine Spülung mit Wasser ist besser als nichts. Dies gilt übrigens alles auch nach dem Genuss klebrigen Obstes, zum Beispiel von Bananen, oder von Kartoffelchips und Ähnlichem.

Saures

Zucker ist allerdings nicht das Einzige, was Limonaden, Soft-Drinks und viele Fruchtsäfte zu einer Gefahr für Mund und Zähne macht, auch die darin enthaltenen Säuren können schwere Schäden verursachen. Sie werden zwar großenteils durch den Speichel neutralisiert und abtransportiert, dennoch kann auch die Spucke Hilfe gebrauchen. Das Nachspülen mit Wasser oder der Genuss zuckerfreier, am besten noch xylithaltiger Kaugummis ist eine gute Ergänzung. Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff, der, nach einer Studie der Washington University in Seattle, anders als das bekanntere Sorbit langfristig kariesrisikomindernd wirken soll.

Salz

Die Benutzung fluoridhaltigen Speisesalzes unterstützt die Remineralisierung des Zahnschmelzes und macht ihn widerstandsfähiger. Fluorid ist auch im Trinkwasser - über die Konzentration informieren die Wasserwerke oder die Gesundheitsämter - und in Zahncremes ("Bitte beachten Sie die Packungsbeilage!") enthalten.

Kinder

Die von Kinderärzten häufig für Säuglinge in den ersten zwei Lebensjahren verordnete Gabe von Fluoridtabletten ist unstrittig. Da aus zahnärztlicher Sicht vor dem 6. Lebensmonat Fluoridierungsmaßnahmen nicht erforderlich sind, reiche ab dem Durchbruch der ersten Milchzähne die einmal tägliche Reinigung mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta, nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mit maximal 500 Millionstelliter (ppm) Fluorid. Ab dem zweiten Geburtstag sollten die Milchzähne auf diese Weise zweimal täglich geputzt werden. Für Kinder zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr sieht § 22 des Sozialgesetzbuches (SGB V) halbjährlich eine Untersuchung "zur Verhütung von Zahnerkrankungen" vor.

Spülungen

Zu empfehlen ist die kontrollierte kurzzeitige Anwendung von Chlorhexidin-Mitteln zur Bakterienreduktion und als Plaquebremse. Chlorhexidin wird in Mundspüllösungen, Gelen und Lacken angeboten, sollte aber nur in Absprache mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt und nur kurzzeitig angewandt werden.
V.i.S.d.P.: M.I.O.D. KG

KK = gesetzliche Krankenkasse EL = Eigenleistung
EL/KK = Eigenleistung, aber Krankenkasse fragen

Kosten der Prophylaxemaßnahmen: gesetzlichen Krankenkassen und Eigenleistungen
  Schwangere bis 6 6 - 18 ab 18
Schwangerschafts-Vorsorge
EL/KK
     
Speicheltest
EL/KK
EL EL EL
Untersuchung:
Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten
KK
KK KK KK
Mundhygienestatus
EL
EL KK EL
Keimzahlreduzierung
EL
EL/KK EL EL/KK
Früherkennungs-Untersuchung   EL/KK EL  
Prüfung/Erfolg
EL
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Fluoridierung
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Professionelle Zahnreinigung
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Entfernung harter Zahnbeläge
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