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SPD streitet für höhere Ärzte-Honorarevom 27.07.2010 München (ddp). Im Streit über den Sparkurs im Gesundheitssystem schlägt sich die SPD auf die Seite der Mediziner. In einem Brief an die Bundestagsfraktion ruft der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dazu auf, die Kampagne des Hausärzteverbandes gegen die Pläne der schwarz-gelben Koalition zu unterstützen. Die SPD steht an der Seite der Hausärzte, heißt es in dem Schreiben, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Anstatt den Hausarztberuf unattraktiver zu machen, wie es Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) vorhabe, solle diese Gruppe unter anderem durch bessere Bezahlung auch im Vergleich zu Fachärzten gestärkt werden. n Deutschland gebe es mehr als doppelt so viele Fachärzte wie Hausärzte. Das sei eine besonders teure Fehlentwicklung, sagte Lauterbach. Denn insbesondere die Hausärzte könnten die dringend notwendige Vorbeugemedizin anbieten, weil sie ihre Patienten über lange Zeiträume versorgten. Rund 80 Prozent aller Krankheitsfälle könnten so vermieden, aufgeschoben oder gelindert werden.
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