|
|
Sie sind hier: zahn-online > Zahninhalt > Presse
Gothaer: Versicherer erwarten Boom bei Zusatzversicherungen vom 07.06.2007
Köln - GKV-Versicherte beklagen mangelnden Durchblick beim
gesetzlichen Leistungskatalog
- Großes Interesse an freiwilligen Gesundheitsangeboten durch
Arbeitgeber
- Zusätzliche Dentaltarife besonders gefragt
Die Dauerbaustelle Gesundheitsreform sorgt zunehmend für
Verwirrung. Viele Versicherte haben den Überblick über die Lücken im
Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung verloren. So
beklagen drei von vier Kassenpatienten, die Leistungslücken ihrer
Krankenkasse nicht genau zu kennen. Allerdings haben sich immer mehr
GKV-Mitglieder auf einen Rückgang der Leistungen eingestellt. Fast
jeder Zweite verfügt über mindestens einen Ergänzungstarif, um eine
auftretende Versorgungslücke zu schließen. Am Gefragtesten sind dabei
Ergänzungspolicen für den Zahnersatz - fast jedes dritte
Kassenmitglied besitzt bereits solch eine Zusatzabsicherung. Zu
diesen Ergebnissen kommt die Studie "Kundenkompass
Zusatzversicherungen" der Gothaer Krankenversicherung AG, die in
Kooperation mit dem F.A.Z.-Institut durchgeführt wurde. Darin wird
erstmals untersucht, wie GKV-Versicherte das heutige Marktangebot an
Zusatzversicherungen bewerten und welche sie selbst abschließen.
Sinkender Festzuschuss bei Dentalbehandlung bereitet GKV-Versicherten
Zahnschmerzen
87 Prozent der Befragten wollen mit dem Abschluss einer
Zusatzversicherung, einer drohenden Versorgungslücke im
GKV-Leistungskatalog zuvorkommen. Damit reagieren sie auf die
Befürchtung, dass der Gesetzgeber den Leistungskatalog weiter
beschneidet. 63 Prozent glauben, dass es dazu kommen wird. Besonders
das Eigenrisiko beim Zahnersatz veranlasst viele GKV-Versicherte, den
Abschluss einer Zusatzversicherung zu erwägen: Vier von fünf
Befragten geben dies als Abschlussgrund an.
Junge Kassenpatienten wünschen die Leistungsstandards einer privaten
Krankenversicherung
Auffällig ist, dass vor allem bei jungen Kassenpatienten, in der
Altersgruppe 20 bis 29 Jahre, der Wunsch nach einer qualitativ
besseren medizinischen Behandlung stark verbreitet ist: Für 68
Prozent ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung, ein
wichtiger Grund für den Abschluss einer Zusatzversicherung, bei den
über 45-Jährigen ist dies nur für jeden Zweiten von Belang. Offenbar
sind vor allem jüngere Kassenpatienten mit der Qualität und dem
Umfang der Gesundheitsabsicherung durch ihre Krankenkasse nicht
zufrieden.
GKV-Versicherte mit hohem Bildungsstandard besonders offen für
Eigenvorsorge
Insgesamt planen 28 Prozent der Befragten bis 2010, neue
Zusatzpolicen abzuschließen. Vor allem Kassenpatienten mit
Gymniasal-bzw. Hochschulabschluss denken an einen Ausbau ihres
Krankenschutzes. Mehr als jeder Dritte in dieser Gruppe plant neue
Abschlüsse.
Nur jeder zweite Kassenpatient verschafft sich einen Überblick über
den Gesamtmarkt
GKV-Versicherte, die sich für eine Zusatzversicherung
interessieren, bedienen sich vor Abschluss, verschiedener
Informationsquellen. Dazu zählen Personen, Institutionen und die
Medien. Dabei wird am häufigsten auf das eigene persönliche Umfeld
zurückgegriffen. Unverkennbar ist, dass der Gesundheitsbereich und
das Leistungsfeld der gesetzlichen Krankenkassen viele Bürger vor ein
Problem stellen. Sie fühlen sich vielfach nicht in der Lage, den
eigenen Bedarf an Ergänzungspolicen richtig zu identifizieren und
suchen Orientierungshilfe. Drei Viertel der Kassenpatienten beklagen,
ihnen fehle ein Überblick über die Lücken im Leistungskatalog der
Krankenkassen. Vielen fehlt der Gesamtüberblick über das Tarifangebot
des Assekuranzmarktes - etwa jeder Zweite holt sich Rat bei Medien
oder bei Finanzberatern.
Ergänzungstarife: Fast jeder Zweite will nicht mehr als 20 Euro im
Monat ausgeben
Die Kassenversicherten sind sich zwar des Vorsorgebedarfs bewusst,
doch die meisten von ihnen zögern noch, das Problem in Angriff zu
nehmen. Besonders bei der privaten Pflegeergänzungsversicherung
klafft zwischen Erkenntnis und Handeln eine breite Lücke. Lediglich 8
Prozent der interviewten GKV-Mitglieder wollen in den kommenden zwei
Jahren für den eigenen Pflegefall vorsorgen. Die Bereitschaft, ein
Teil des monatlichen Einkommens für die Zusatzvorsorge aufzuwenden,
hängt vornehmlich von Einkommen und Lebensalter der Befragten ab.
Insgesamt betrachtet, ist bei jedem zweiten Befragten bereits bei 20
Euro im Monat die finanzielle Schmerzgrenze erreicht. Bei den
Ostdeutschen wollen rund 60 Prozent weniger als 20 Euro im Monat für
Zusatzversicherungen ausgeben; in Westdeutschland ist rund die Hälfte
dazu bereit, zwischen 10 und 50 Euro im Monat auszugeben. Mit
zunehmendem Alter sinkt zudem der Anteil der Personen, die noch einen
Ergänzungstarif abschließen wollen. So sind mit 29 Prozent,
überdurchschnittlich viele Befragte über 60, nicht bereit, Geld für
Ergänzungstarife auszugeben.
GKV-Versicherte erhoffen sich mehr Verantwortung von Arbeitgebern
Da 80 Prozent aller befragten GKV-Versicherten die finanzielle
Belastung als Hindernis für den Abschluss einer Zusatzversicherung
sehen, suchen viele Kassenpatienten nach preiswerten Lösungen. Das
Interesse der Kassenpatienten an kostenlosen oder günstigen Angeboten
ihrer Arbeitgeber für Zusatztarife und gesundheitsfördernde Maßnahmen
ist entsprechend groß. 70 Prozent aller Befragten bekunden ein großes
Interesse an den freiwilligen Firmenofferten. Diese beinhalten
Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung, Vertragsabschlüsse
mit Fitnessstudios, Sportkurse und die Teilnahme an
Sportveranstaltungen. An diesem Angebot sind vor allem Frauen
interessiert, Männer neigen eher zu Ergänzungspolicen. Bei den
Angestellten ist das Interesse an allen Angeboten groß, die Arbeiter
konzentrieren sich vor allem auf die Versicherungen. Das Problem: Das
Angebot der freiwilligen Offerten ist dünn ausgeprägt: Nur 13 Prozent
der Befragten geben an, dass ihnen die Möglichkeit zum Abschluss von
Krankenzusatzversicherungen vom Arbeitgeber vorliegt.
Der Gesetzgeber könnte diesen Missstand beseitigen, indem das
Abschließen von Ergänzungsversicherungen über den Arbeitgeber,
steuerlich gefördert würde. "Wir hoffen, dass die Bundesregierung bei
Ergänzungsversicherungen die vorteilhaften Parallelen zur
betrieblichen Altersvorsorge erkennt und die Rahmenbedingungen für
arbeitgeberfinanzierte Gesundheitsausgaben weiter verbessern wird",
sagt Michael Kurtenbach, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der
Gothaer Krankenversicherung AG.
Informationen zur Studie:
Im Januar 2007 befragte das Berliner Meinungsforschungsinstitut forsa
für uns 1.000 GKV-Versicherte im Alter von 20 bis 65 Jahren über ihre
Haltung zu Krankenzusatzversicherungen. Die interviewten Personen
repräsentieren einen Querschnitt der Kassenversicherten in
Deutschland.
www.gothaer.de
Einen Kommentar schreiben (Anmeldung)
Kommentare (0)
 | Artikel versenden |
| Artikel drucken |
| ZahnRSS |
| Newsletter bestellen |
| Ihre Meinung |
| Add to Google |
| Add to My Yahoo |
 | Mister Wong |
Dieser Artikel wird nach dem Erscheinungstermin nicht mehr aktualisiert. Bei älteren Artikeln kann es daher vorkommen, dass einzelne Links nicht mehr funktionieren. Wir bitten, dies zu entschuldigen.
|
Aktuelle ZahnNews
Zahn-Online Newsticker - Pressemeldungen Zahnmedizin Zahnarzt Existenzgründungsanalyse 2009: Einzelpraxis in Gunst der Zahnärzte vorn
[08.09.2010]Bei anhaltendem Trend zu Kooperationen entschied sich im vergangenen Jahr ein Großteil der zahnärztlichen Jungunternehmer für die Einzelpraxis. Dies bestätigt die von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und dem Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) durchgeführte Existenzgründungsanalyse 2009. Berufsausübungsgemeinschaften waren insbesondere bei den unter 30-Jährigen beliebt...
Wie mangelnde Mundhygiene das Herz gefährdet
[08.09.2010]Werden die Zähne nicht regelmäßig geputzt, können Zahnfleischentzündungen entstehen. Hierbei bilden sich winzige Wunden im Gewebe, durch diese gelangen bestimmte Bakterien (Streptokokken) in die Blutbahn. Dort rufen die Krankheitserreger laut den Experten der University of Bristol einen raffinierten und für das Herz gefährlichen Schutzmechanismus auf den Plan: Mit einem Eiweiß (Protein), das sich an der Oberfläche ihrer Zellen befindet, ziehen die Bakterien Blutplättchen an. Diese umschließen die Bakterien und bilden so einen Schutz für die Keime - mit oft fatalen Folgen für die Gesundheit des betroffenen Menschen. Denn dieser Schutzmantel ist nichts anderes als ein winziges Gerinnsel....
Tag der Zahngesundheit 2010 // Kieferorthopäden: Lachen können ist Wohlbefinden
[08.09.2010]Motivationsstudien
zufolge fördere „Wohlbefinden“ das Selbstbewusstsein und reduziere depressive
Neigungen – insofern seien zahnärztliche bzw. kieferorthopädische Maßnahmen, die
zum Wohlbefinden beitragen, in vielfacher Hinsicht medizinisch angezeigt...
Aktion Mundgesundheit Schweiz 2010 Das Problem Mundgeruch ist lösbar
[08.09.2010]Mundgeruch ist ein Tabuthema. Niemand spricht gerne über schlechten Atem – dabei leidet etwa ein Viertel der Bevölkerung gelegentlich oder chronisch unter Mundgeruch. In neun von zehn Fällen liegt die Ursache in der Mundhöhle. Eine erfolgreiche Behandlung ist mit einfachen
Mitteln möglich – durch sorgfältige Mundhygiene können wir uns vor Mundgeruch schützen...
powered by zahn-online
|
|