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Wie entsteht Parodontose?

5 Zahnärzte haben diese Frage beantwortet.

Dr. Andreas Zorn: Parodontitis entsteht dadurch, dass sich im Übergangsbereich von Zahn und Zahnfleisch Beläge bilden, welche unter anderem schädliche Bakterien enthalten. Die Beläge werden oft auch als Biofilm bezeichnet. Substanzen, die von den darin enthaltenen Mikroorganismen abgesondert werden, können zu einer Entzündung des Zahnfleisches führen, wenn die Beläge nicht regelmäßig durch Zähneputzen und andere Maßnahmen entfernt werden.

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19.12.2011

Christian H.W. Marklstorfer: Verunreinigte Zähne, meist durch falsche oder unvollständige Zahnhygiene, sind die Auslöser der Erkrankung. Durch eine Überwucherung mit einer unspezifisch aggressiven Bakterienflora, welche als bakterielle Plaque Zähnen und Zahnfleisch zäh anhaftet und oftmals durch Mineralisierung auch als Zahnstein fest zementiert ist, kommt es zunächst zu einer mehr oder wenig stark ausgeprägten Zahnfleischentzündung (Gingivitis); oftmals bleibt die Gingivitis später, zusammen mit der sich als Zweiterkrankung entwickelnden Parodontitis, über den gesamten Zeitraum der Erkrankung bestehen. Zahnfleischbluten und Schmerzen beim Zähneputzen sind erste Alarmsignale für eine Zahnfleischentzündung. Die weitaus gefährlichere Parodontitis allerdings verläuft meistens völlig stumm. Die Entzündung ist trügerisch stumm und schreitet unbehandelt kontinuierlich fort. In der subgingivalen Plaque (Bakterien in den Zahnfleischtaschen) wurden über 800 Bakterienarten nachgewiesen. Im weiteren Krankheitsverlauf werden die Zähne sukzessive aus dem Kiefer herausgelöst, weisen einen gewissen Lockerungsgrad auf und sind manchmal aufbißempfindlich. Dabei verbreitert sich der Spaltraum zwischen Zähnen und Zahnbett und wird zunehmend tiefer (Taschenbildung). Schnell sind die entstandenen Taschen aufgrund ihrer Tiefe der täglichen Mundhygiene nicht mehr zugängig. Es entstehen Lebensräume für immer gefährlichere und aggressivere Bakterienspecies wie gramnegative Erreger (Porphyromonas gingivalis, Bacteroides forsythus, Prevotella intermedia, Actinobacillus actinomycetemcomitans), grampositive Erreger (Streptococcus sanguis, Peptostreptococcus micros) und Spirochäten. Hinzu kommt, dass das Zähnbürsten, aufgrund fortbestehen (Gingivitis) von Zahnfleischbluten und Schmerzen, zunehmend vermieden wird. Bei der Parodontitis werden Zahnfleisch, Faserapparat, die Wurzelhartsubstanz und sogar der Kieferknochen durch einen chronischen, schubweise verlaufenden, jedoch bisweilen auch eitrigen Prozess zerstört. Die Tatsache, dass diese Infektion gefährlicher und aggressiver Bakterien selbst vor dem Kieferknochen nicht Halt macht zeigt uns, dass es sich bei dem Prozess nicht allein um eine Zahnerkrankung handelt sondern, dass das Geschehen sehr bald systemisch wird und den gesamten Organismus betrifft. Eine rechtzeitig und richtig durchgeführt Parodontalbehandlung ist für Ihre Gesundheit in jedem Fall ein voller Erfolg.

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01.05.2013

Hennig&Hennig, Praxis für Zahnheilkunde: Um die Ursachen der Parodontose verstehen zu können ist es notwendig, ein wenig über die Art der Befestigung der Zähne im Kiefer zu wissen. Ein Zahn steckt nicht im Kieferknochen wie ein Nagel im Brett, sondern die Zahnwurzel ist durch unzählige Fasern elastisch in ihrem Knochenfach aufgehängt. Diese Einrichtung, die dem Zahn wie ein Stossdämpfer eine gewisse Beweglichkeit verleiht, nennt man den Zahnhalteapparat oder das Parodont. Jeden Zahn umgibt dort, wo er den Kiefer verlässt, eine Zahnfleischtasche. Darunter versteht man den Spalt, der zwischen dem Zahn und dem Zahnfleisch besteht. Wenn dieser Bereich gesund ist, so umschließt er den Zahn wie eine Manschette und verhindert das Eindringen von Bakterien. Wenn nun das hier herrschende Gleichgewicht gestört wird, so kommt es zunächst zu einer Entzündung der Schleimhaut und später auch des Zahnhalteapparates. Die entzündlich bedingte Parodontalerkrankung ist also vor allem ein Problem der Hygiene im Bereich der Zahnfleischtasche. Wenn es erst einmal zu einer Vertiefung der Zahnfleischtasche gekommen ist, so ist ein Teufelskreis in Gang gekommen, der ohne Behandlung nur mehr schwer auszugleichen ist: In der vertieften Tasche kommt es zu immer mehr unhygienischen Ablagerungen, die Reinigung wird immer schwieriger, die Entzündung nimmt zu, die Tasche wird noch tiefer usw. Schließlich wird auch der Knochen soweit abgebaut, dass es zu einer Lockerung des Zahnes kommt, welche zunimmt, bis der Zahn abgestoßen wird. Erste Zeichen einer Parodontitis sind: Aufgequollenes, tiefrotes Zahnfleisch, das leicht blutet.

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04.06.2013

Dr. Wolfgang Riedling - Zahnarzt und Zahntechniker: Parodontitis ist eine meist chronische, bakterielle Erkrankung des Zahnhalteapparates. Die Ursache liegt in aller Regel in einer unzureichenden Möglichkeit die Plaquefreiheit zu erzielen. Co-Faktoren, die einer Parodontitis-Erkrankung Vorschub leisten sind: Rauchen, Diabetes, vererbte Veranlagung, Zahnfehlbelastungen und Streß. Gruß

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15.04.2014

Dr.Ilker arslan: Ein Haus braucht ein stabiles Fundament. So ist es auch mit unseren Zähnen. Die Zahnwurzel, das Bindegewebe und der Kieferknochen geben ihnen Halt. Dieser Halt geht durch eine Parodontitis verloren. Ursache dafür ist eine durch Bakterien ausgelöste Entzündung des Zahnfleisches, die sich auf den Zahnhalteapparat ausweitet, bis die Zähne ins Wackeln geraten und ausfallen. Noch wenig bekannt ist, dass Parodontitis die Gesundheit des ganzen Menschen gefährdet. "Heute wissen wir, dass die Parodontitis Ausdruck einer Störung oder Erkrankung des Gesamtorganismus ist", erklärt Dr. Wolfgang Koch vom Verein Deutsche Parodontose Hilfe in Herne. "Zudem gibt es ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen."

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19.07.2014

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