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Parodontitistest, Röntgen und Zahnfleischtaschensondierung

Ach, blutet doch gar nicht. Und wenn ich nur links kaue? In meiner Familie war das schon immer so. Tut das denn nicht weh? Kann ich denn gar nichts machen?

Ist die "fünfte Kolonne"...

...der Bakterien erst einmal am Zahnfleischsaum sesshaft geworden, rötet sich dort das Gewebe, schwillt an und blutet bei Berührung. Der Zustand einer Entzündung ist bereits eingetreten, wird diese nicht dauerhaft bekämpft, beginnt sich die Zahnfleischmanschette vom Zahn zu lösen, die "Zahnfleischtaschen" entstehen. Sie bieten den Krankheitserregern einen noch besseren Schutz vor Reinigungsbemühungen und liefern ihnen Zahnwurzel, -haltegewebe und den Kieferknochen aus. Die Entzündung greift auf das gesamte Zahnbett über ... das Ende ist das Ende. Bei Erwachsenen gehen mehr Zähne durch Parodontitiden, so wird´s tatsächlich geschrieben, verloren als durch Karies.
Um diesem Prozess Einhalt zu gebieten, bedient sich die Parodontologie zunächst einer gründlichen Diagnose mittels Röntgen und der so genannten Zahnfleischtaschensondierung.
Bei dieser auch Zahnfleisch- oder Zahntaschentiefenmessung genannten Untersuchungsmethode wird untersucht, in welchem Zustand sich das Bindegewebe zwischen Zahnwurzel und dem Halteapparat befindet. Gemessen wird ausgehend vom Zahnfleischrand mit einer Sonde, die am Zahn entlang geführt wird, bis sie auf Widerstand stößt. Bei festsitzenden Zähnen reicht diese Methode als Grundlage für Diagnose und Therapieplanung aus. Ist bereits eine Zahnlockerung eingetreten, wird der so genannte Attachmentlevel, der Zerstörungsgrad am gesamten Zahnhalteapparat gemessen, wobei nicht der Zahnfleischrand, sondern die Grenze zwischen Zahnschmelz und Zahnzement den Ausgangspunkt bildet. Darüber hinaus werden zur Beurteilung der noch vorhandenen Knochensubstanz im Verhältnis zur Länge der Zahnwurzeln Röntgenaufnahmen wie das Orthopantogramm (OPG) herangezogen, das alle Zähne, Kieferknochen, Gelenke und die umgebenden Strukturen zeigt.

Während diese Aufnahme der allgemeinen Orientierung gilt, liefern intraorale Zahnfilme detaillierte Hinweise für Diagnose und Therapieplanung.

Ergänzt werden diese diagnostischen Verfahren zum einen durch Untersuchungen der Bakterienzusammensetzung im Mundraum sowie des gesamten Immunstatus´ der Patienten bei vorliegendem Erkrankungsverdacht, andererseits sollte der Parodontalstatus, der zustand des Zahnhalteapparates regelmäßig gecheckt und "gewartet" werden. Insbesondere Patienten, die regelmäßig Hormonpräparate einnehmen, Raucher, Diabetiker, und Prothesenträger sollten ihrem Zahnfleisch gesteigerte Aufmerksamkeit schenken.

Zur Unterstützung der häuslichen Sebstkontrolle hat die Deutsche Parodontosehilfe folgenden Parodontitistest entwickelt:

  1. Ist Ihnen der Begriff Individualprophylaxe unbekannt? 2 Punkte
  2. Waren Sie schon länger als ein Jahr nicht mehr beim Zahnarzt? 4 P.
  3. Blutet Ihr Zahnfleisch manchmal? 5 P.
  4. Putzen Sie sich nur morgens die Zähne? 5 P.
  5. Sind Ihre Zähne beziehungsweise Ihr Zahnhälse empfindlich gegen Temperaturwechsel oder Berührung? 5 P.
  6. Haben Sie Bedenken, in einen knackigen, harten Apfel zu beissen? 3 P.
  7. Hatten beziehungsweise haben Sie entzündetes Zahnfleisch mit Schwellungen oder Eiterungen? 5 P.
  8. Leiden Sie zuweilen unter Mundgeruch? 2 P.
  9. Naschen Sie regelmäßig Schokolade oder andere Süßigkeiten? 3 P.

Wer über 9 Punkte zusammengeantwortet hat, sollte möglichst bald seine Zahnärztin oder seinen Zahnarzt aufsuchen, bei zwischen 5 und 9 Punkten scheint ebenfalls bereits Gefahr im Anzug zu sein. Auch hier ist eine zahnärztliche Vorsorgeberatung zu empfehlen. Auch wer mit unter 4 Punkten zu dem weniger akut gefährdeten Patientenkreis gehört, sollte dies nicht zum Anlass nehmen, die halbjährlichen Kontrolluntersuchen auszulassen, denn diese sind das beste Mittel, um im Vorfeld zu vermeiden, was in dem kommenden Teil vorgestellt wird: die Therapieplanung.
V.i.S.d.P.: M.I.O.D. KG

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