Parodontose - ZahnÀrzte im Interview zum Thema Parodontose
Schon alleine bei den Wörtern Parodontose oder Parodontitis fangen bei so manchem Patienten die ZĂ€hne sowie das Zahnfleisch an zu schmerzen. Es kursieren die unterschiedlichsten Geschichten um die Behandlung durch den Zahnarzt, wobei auch deutlich gesagt werden muss, dass es zwei unterschiedliche Stadien der Zahnfleischerkrankung gibt. Bei einer Parodontose handelt es sich nĂ€mlich um eine bakteriell bedingte EntzĂŒndung, die sogar zu irreversiblen Zerstörungen des Zahnhalteapparat mit sich bringen kann. Dabei ist der Patient angehalten, bei Symptomen vorsichtshalber einen Zahnarzt aufzusuchen, um entsprechende MaĂnahmen zu ergreifen, um einer möglichen Erkrankung entgegen zu wirken. Lesen Sie nĂ€heres dazu im Zahn-Online Zahnarzt- Interview.
Unser Leser-Thema des Monats: Karies
Das interessiert unsere Leser. Beantworten Sie jetzt bevorzugt Fragen zum Leser-Thema.
Aktuell steht die Karies-BekÀmfung im Mittelpunkt des Zahn-Onlines Zahnarzt-Interviews. Helfen Sie mit Ihrem Fachwissen anderen Patienten.
- Wie entsteht Karies? beantworten

- Welche unterschiedlichen Stadien kann Karies annehmen? beantworten

- Was sind typische Ursachen von Karies? beantworten

- Kann Karies ggf. erblich bedingt sein? beantworten

- Hat eine professionelle frĂŒh-kindliche Zahnpflege einen Einfluss auf die Kariesneigung im weiteren Leben? beantworten

- Was sind Ihre ErnÀhrungsempfehlungen zur Kariesprophylaxe? beantworten

- Was sind Ihre Empfehlungen zur Kariesprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen? beantworten

- Wie stehen Sie zur Kariesvorbeugung durch lokale Fluoridzufuhr? beantworten

- beantworten

- Was ist unter Kariesinfiltration zu verstehen? beantworten

- Was ist unter der ICON-Technik zur KariesbekÀmpfung zu verstehen? beantworten

- Wie funktioniert die Kariesentfernung durch einen Laser? beantworten

- Wie funktioniert die Kariesdiagnostik mit Hilfe des Lasers? beantworten

- Was können Patienten neben regelmĂ€Ăigem und grĂŒndlichen ZĂ€hneputzen zur Prophylaxe beitragen? beantworten

- Kann Karies wirklich durch ICON nachhaltig gestoppt werden? beantworten

- Wie kann das Kariesrisiko eines Patienten beurteilt werden? beantworten

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Parodontitis, eine Volkskrankheit
BegriffserklÀrung: Parodont
- -itis steht im Medizinischen fĂŒr eine EntzĂŒndung
- -ose fĂŒr eine Alters- oder Verschleisserscheinung, bekannteste Arthrose
FrĂŒher hielt man Paradontose fĂŒr altersbedingt Parodontitis wird, wie man inzwischen weiss, durch Bakterien verursacht, die man bekĂ€mpfen kann.
Halt! Wackelt da nicht ÂŽwas?
Der gesĂŒndeste Zahn hat keine Chance, wenn der Apparat, der ihn hĂ€lt, nichts taugt. Das, was den Naturzahn im Kiefer an seinem Platz hĂ€lt, sind: der Kieferknochen, die Zahnhaltefasern zwischen diesem und der Zahnwurzel und das Zahnfleisch, die Gingiva. Mit eben diesem Halteapparat befasst sich die Lehre von der Zahnumgebung, die Parodontologie. Parodontitis, so die verbreitete, aber nicht ganz korrekte Selbstdiagnose vieler "Zahnfleischbluter", ist neben der Karies die verbreitetste Zahnerkrankung. Sie ist aber eben nicht eine Erkrankung des Zahnes selbst, sondern setzt als EntzĂŒndung am Zahnfleisch an und heiĂt dann korrekt: Gingivitis; greift der EntzĂŒndungsprozess auf das Zahnbett ĂŒber, handelt es sich um eine Parodontitis und wenn das Zahnfleisch ohne erkennbare EntzĂŒndungsanzeichen zurĂŒckgeht, um die so genannte Parodontosis. Parodontalerkrankungen sind in vielen FĂ€llen Ursache fĂŒr den Zahnverlust besonders bei Erwachsenen ab dem 35. Lebensjahr.
Erkrankungen des Zahnhalteapparates sind besonders heimtĂŒckisch, da sie meist harmlos und unbemerkt beginnen und oft aus dem Zusammenspiel mehrerer, je fĂŒr sich nicht ganz so schĂ€dlicher UmstĂ€nde herrĂŒhren. Mangelnde Pflege und FehlernĂ€hrung sind hierbei ebenso zu nennen wie innere Erkrankungen des Patienten, Ăberbeanspruchung und falsche Belastung des Zahnes oder seines Halteapparates etwa durch Zahnfehlstellungen, aber auch manche Folgen zahnĂ€rztlicher Arbeiten im Mundraum. In den weitaus meisten FĂ€llen jedoch beginnt die Erkrankung wie die Karies durch eine ĂŒbermĂ€Ăige Bakterienbesiedlung infolge mangelnder Mundhygiene und zu kohlehydrat- oder schlicht zuckerhaltiger ErnĂ€hrung. In deren Folge bilden sich zunĂ€chst BelĂ€ge und anschlieĂend Plaque und Zahnstein. Diese harten BelĂ€ge schĂŒtzen die Bakterien gegen die herkömmliche Zahnreinigung, da sie ihnen Halt und Nischen bieten, die die ZahnbĂŒrste nicht mehr erreicht. Zuckerhaltige Mahlzeiten, gerade die kleinen Snacks zwischendurch, bieten den Bakterien reichlich Nahrung, regen die Produktion von Schadstoffen an und tragen zur Bildung eines SĂ€ureniveaus im Mund bei, das Zahn und Zahnfleisch angreift und im schlimmsten Fall zerstört. Falsche Belastungen etwa durch ZĂ€hneknirschen, Zungenpressen oder aufgrund von Kieferanomalien oder Zahnfehlstellungen, aber auch Unterforderungen durch zu weiche Nahrung oder schadhafte zahnĂ€rztliche Versorgungen wie schlechtsitzende Kronen oder defekte FĂŒllungen können Erkrankungen der Zahnumgebung fördern, da sie den Bakterien zusĂ€tzliche Schlupflöcher eröffnen.
Systemische Erkrankungen der Patientinnen und Patienten, insbesondere Diabetes sowie einige Magen- und Leberleiden, begĂŒnstigen Erkrankungen des Zahnhalteapparates, und das Rauchen auch. In diesen FĂ€llen mĂŒssen ZahnĂ€rzte und die jeweiligen FachĂ€rzte gemeinsam eine Therapie entwickeln. Wie allen anderen an Parodontitis Leidenden geholfen werden kann, zeigen die nĂ€chsten Teile dieses Workshops.
V.i.S.d.P.: M.I.O.D. KG
Informationen ĂŒber Parodontitis und Parodontose
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