Zahnärzte im Interview - fundiertes Fachwissen rund um die Zahnmedizin

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Dr. med. dent. Lena Schmied im Interview

» Thema: Kieferorthopädie

Ist eine kieferorthopädische Behandlung selbst bei Erwachsenen noch möglich?

... Zahnregulierungen können in jedem Alter vorgenommen werden. Auch für ... lesen

Dr. Diana Awender im Interview

» Thema: Moderne Zahnmedizin

Welche Trends sehen Sie in der Zahnmedizin von morgen?

... Den Gesamtorganismus verstehen und behandeln, das ist wichtig bei der ... lesen

Zahnarzt Dr. Linneweber - Smiledesigner im Interview

» Thema: Parodontose

Wie kann die Patientin / der Patient gegen Parodontose vorbeugen?

... Wir werden immer älter und Parodontose tritt damit auch häufiger auf ... lesen

Alexander Joselowitsch im Interview

» Thema: Naturheilkunde

Welche Naturheilverfahren haben sich bereits etabliert?

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Peter Scheffke im Interview

» Thema: Infos zur Zahnarztpraxis

Können Patienten online Termine vereinbaren?

... Ja, es gibt mehrere Möglichkeiten Behandlungstermine online zu verein ... lesen

Dr. Gero Wittstock im Interview

» Thema: Implantologie

Welche besonderen Vorteile bietet Ihre Praxis in der Implantologie?

... Wir bieten in unserer Praxis die Möglichkeit der computergeplanten, n ... lesen

Dr. Wolfgang Riedling - Zahnarzt und Zahntechniker im Interview

» Thema: Parodontose

Wie entsteht Parodontose?

... Parodontitis ist eine meist chronische, bakterielle Erkrankung des Zah ... lesen

Dr. med. dent. Thomas Herold, Dr. med. dent. Holge im Interview

» Thema: Richtiges Zähneputzen

Warum ist Zahnseide eine sinnvolle Ergänzung zur Zahnbürste?

... Weil man mit der Zahnseide die Kontaktpunkte reinigen kann und man die ... lesen

Zahnarztpraxis topDentis Cologne im Interview

» Thema: Infos zur Zahnarztpraxis

Führen Sie in der Praxis themenbezogene Aufklärungsprogramme der Zahnmedizin durch? Wie sehen diese aus?

... Wir geben regelmässig Patienten und Kollegenfortbildungen zu verschie ... lesen

Christian H.W. Marklstorfer im Interview

» Thema: Zahnstein

Ist Zahnstein auf mangelnde Zahn- und Mundhygiene zurückzuführen?

... Zahnstein entsteht, wenn natürliche, im Speichel gelöste Mineralien ... lesen

Dr. Frank Münter & Partner im Interview

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Ist es ratsam, sich Amalgamfüllungen entfernen zu lassen?

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Dr. Uwe Augardt im Interview

» Thema: Infos zur Zahnarztpraxis

Was zeichnet Ihre Zahnarztpraxis besonders aus?

... Zunächst finde ich es wichtig, dass moderne Zahnmediziner sich auf T ... lesen

Dr. Volker Ludwig & Kollegen im Interview

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Sind Veneers ohne Einschränkung für alle Patienten machbar?

... Ja prinzipiell schon, ausser bei Patienten die Knirschen sollte man an ... lesen

Wolfgang Seuser im Interview

» Thema: Zähneknirschen - Bruxismus

Was ist gegen Zähneknirschen zu unternehmen?

... CMD ( Cranio-Mandibuläre Dysfunktion) ist der Fachbegriff dfüStressm ... lesen

Dr. Robert Kaspar im Interview

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Was macht ein Kieferorthopäde?

... Die Tätigkeiten, um die sich ein Kieferorthopäde kümmert sind: Beh ... lesen

Dr. med. dent. Christian Torchalla im Interview

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Wann sollten Eltern mit ihrem Kind erstmals zum Zahnarzt gehen?

... Wenn die ersten Milchzähne im Munde des Kleinkindes ihren Platz einge ... lesen

Dr. Gerhard Herbst im Interview

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Was ist Plaque?

... Plaque ist eine klebrige Masse, in der Bakterien ihren Lebensraum habe ... lesen

Zahnarztpraxis Pank im Interview

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... Hilfesuchenden stehen eine Vielzahl von Anlaufstellen zur Verfügung: ... lesen

Zahnarztpraxis Plaumann im Interview

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Wie entstehen Verfärbungen an den Zähnen?

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Carl Bernhardt im Interview

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Wie oft am Tag sollte ein kleines Kind mit Unterstützung der Eltern die Zähne putzen?

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Praxis für Zahnheilkunde Dr. Robert Schneider und im Interview

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Dr. Notker Schmitz-Schachner im Interview

» Thema: Infos zur Zahnarztpraxis

Was sind die Tätigkeitsschwerpunkte Ihrer Praxis?

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Dr. Dr. Johannes Zielasko, Zahnarztpraxis für äs im Interview

» Thema: Implantologie

Welche Möglichkeiten hat ein Patient in Sachen Implantologie bei Zahnverlust?

... Heutzutage hat ein Patient sämtliche Möglichkeiten, bei Zahnverlust ... lesen

Dr. Kai Zwanzig im Interview

» Thema: Mein Zahnarzt

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Ihre Zahnärzte am Schloss im Interview

» Thema: Professionelle Zahnreinigung (PZR)

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... Kann so nicht beantwortet werden, weil die Inhalte der professionellen ... lesen

Dr. Wolfgang Wildner im Interview

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Wie entsteht Karies?

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Dr. Matthias Eigenbrodt im Interview

» Thema: Infos zur Zahnarztpraxis

Warum haben Sie ein eigenes Labor an Ihre Zahnarztpraxis angegliedert?

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Dr. Bert Richter & D.D.S.(syr) Mike Haghour Zahnä im Interview

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Welche zukunftsorientierten Methoden und Techniken setzen Sie in Ihrer Zahnarztpraxis bereits erfolgreich um?

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Drs. Alamouti & Melchior- Zahnärzte im Mediapark im Interview

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Gibt es kleine Tricks, dem Kind die Angst vorm Zahnarztbesuch zu nehmen?

... Am besten das Kind schon frühzeitig mit zum Zahnarzt nehmen ohne das ... lesen

Dr. Marcus Nowak im Interview

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Welche Materialeigenschaften zeichnen die Zirkonkrone aus?

... Das Material verbindet eine natürliche Ästhetik und eine hohe Sicher ... lesen


Zahnärzte im Interview zum Thema "Parodontose"

Schon alleine bei den Wörtern Parodontose oder Parodontitis fangen bei so manchem Patienten die Zähne sowie das Zahnfleisch an zu schmerzen. Es kursieren die unterschiedlichsten Geschichten um die Behandlung durch den Zahnarzt, wobei auch deutlich gesagt werden muss, dass es zwei unterschiedliche Stadien der Zahnfleischerkrankung gibt. Bei einer Parodontose handelt es sich nämlich um eine bakteriell bedingte Entzündung, die sogar zu irreversiblen Zerstörungen des Zahnhalteapparat mit sich bringen kann. Dabei ist der Patient angehalten, bei Symptomen vorsichtshalber einen Zahnarzt aufzusuchen, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um einer möglichen Erkrankung entgegen zu wirken. Lesen Sie näheres dazu im Zahn-Online Zahnarzt- Interview.

Alle Interviewfragen zum Thema "Parodontose" - (40 Antworten)

Was versteht man unter Parodontose bzw. Parodontitis?

Dr. Volker Ludwig & Kollegen: Abbau des Zahnhalteapparates, also Knochen- und Zahnfleischschwund

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28.11.2012

Christian H.W. Marklstorfer: Parodontitis - es geht um viel mehr als um Zähne. Diese Infektionskrankheit ein Risikofaktor für eine Vielzahl allgemeinmedizinischer Erkrankungen. So gilt ein Zusammenhang zwischen parodontalen Erkrankungen und erhöhtem Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt), Diabetes mellitus, Schlaganfall und rheumatischen Erkrankungen etc. als wissenschaftlich gesichert. Untersuchungen haben gezeigt, das statistisch gesehen deutlich mehr Zähne durch Parodontitis, also einer chronischen, stummen und schleichenden Entzündung des Zahnhalteapparates, verloren gehen als durch Karies. Wir wissen heute, dass in den westlichen Industrienationen mehr als die Hälfte aller über 35-Jährigen sowie beinahe jeder über 60-Jährige an
 an zumindest einer beginnenden Parodontitis leidet. Die vierte Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und der Bundeszahnärztekammer hat im Jahre 2005 gezeigt, dass unter den Erwachsenen mittleren Alters (35–44 Jahre) in etwa jeder Fünfte, nämlich 20,5 Prozent, an einer schweren Form der Parodontitis leidet; bei den Senioren ist dieser Anteil in etwa verdoppelt, denn unter den 65–74-Jährigen sind 39,8 Prozent von einer schweren Ausprägung der Erkrankung des Zahnhalteapparates betroffen. Dabei handelt es sich um eine bakteriellen Entzündung des Zahnhalteapparates, die unbehandelt immer zu Zahnverlust führt. Verunreinigte Zähne, meist durch falsche oder unvollständige Zahnhygiene, sind die Auslöser der Erkrankung. Durch eine Überwucherung mit einer unspezifisch aggressiven Bakterienflora, welche als bakterielle Plaque Zähnen und Zahnfleisch zäh anhaftet und oftmals durch Mineralisierung auch als Zahnstein fest zementiert ist, kommt es zunächst zu einer mehr oder wenig stark ausgeprägten Zahnfleischentzündung (Gingivitis); oftmals bleibt die Gingivitis später, zusammen mit der sich als Zweiterkrankung entwickelnden Parodontitis, über den gesamten Zeitraum der Erkrankung bestehen. Zahnfleischbluten und Schmerzen beim Zähneputzen sind erste Alarmsignale für eine Zahnfleischentzündung. Die weitaus gefährlichere Parodontitis allerdings verläuft meistens völlig stumm. Die Entzündung ist trügerisch stumm und schreitet unbehandelt kontinuierlich fort. In der subgingivalen Plaque (Bakterien in den Zahnfleischtaschen) wurden über 800 Bakterienarten nachgewiesen. Im weiteren Krankheitsverlauf werden die Zähne sukzessive aus dem Kiefer herausgelöst, weisen einen gewissen Lockerungsgrad auf und sind manchmal aufbißempfindlich. Dabei verbreitert sich der Spaltraum zwischen Zähnen und Zahnbett und wird zunehmend tiefer (Taschenbildung). Schnell sind die entstandenen Taschen aufgrund ihrer Tiefe der täglichen Mundhygiene nicht mehr zugängig. Es entstehen Lebensräume für immer gefährlichere und aggressivere Bakterienspecies wie gramnegative Erreger (Porphyromonas gingivalis, Bacteroides forsythus, Prevotella intermedia, Actinobacillus actinomycetemcomitans), grampositive Erreger (Streptococcus sanguis, Peptostreptococcus micros) und Spirochäten. Hinzu kommt, dass das Zähnbürsten, aufgrund fortbestehen (Gingivitis) von Zahnfleischbluten und Schmerzen, zunehmend vermieden wird. Bei der Parodontitis werden Zahnfleisch, Faserapparat, die Wurzelhartsubstanz und sogar der Kieferknochen durch einen chronischen, schubweise verlaufenden, jedoch bisweilen auch eitrigen Prozess zerstört. Die Tatsache, dass diese Infektion gefährlicher und aggressiver Bakterien selbst vor dem Kieferknochen nicht Halt macht zeigt uns, dass es sich bei dem Prozess nicht allein um eine Zahnerkrankung handelt sondern, dass das Geschehen sehr bald systemisch wird und den gesamten Organismus betrifft. Eine rechtzeitig und richtig durchgeführt Parodontalbehandlung ist für Ihre Gesundheit in jedem Fall ein voller Erfolg.

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01.05.2013

Dr. Andreas Zorn: Als Parodontitis – im Volksmund fälschlicherweise als Parodontose bezeichnet – wird die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates bezeichnet, Durch Zahnstein-Bakterienplaque und seine Entzündungsprodukte ausgelöste Zahnfleischentzündung mit Knochenrückbildung

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19.12.2011

Wie entsteht Parodontose?

Christian H.W. Marklstorfer: Verunreinigte Zähne, meist durch falsche oder unvollständige Zahnhygiene, sind die Auslöser der Erkrankung. Durch eine Überwucherung mit einer unspezifisch aggressiven Bakterienflora, welche als bakterielle Plaque Zähnen und Zahnfleisch zäh anhaftet und oftmals durch Mineralisierung auch als Zahnstein fest zementiert ist, kommt es zunächst zu einer mehr oder wenig stark ausgeprägten Zahnfleischentzündung (Gingivitis); oftmals bleibt die Gingivitis später, zusammen mit der sich als Zweiterkrankung entwickelnden Parodontitis, über den gesamten Zeitraum der Erkrankung bestehen. Zahnfleischbluten und Schmerzen beim Zähneputzen sind erste Alarmsignale für eine Zahnfleischentzündung. Die weitaus gefährlichere Parodontitis allerdings verläuft meistens völlig stumm. Die Entzündung ist trügerisch stumm und schreitet unbehandelt kontinuierlich fort. In der subgingivalen Plaque (Bakterien in den Zahnfleischtaschen) wurden über 800 Bakterienarten nachgewiesen. Im weiteren Krankheitsverlauf werden die Zähne sukzessive aus dem Kiefer herausgelöst, weisen einen gewissen Lockerungsgrad auf und sind manchmal aufbißempfindlich. Dabei verbreitert sich der Spaltraum zwischen Zähnen und Zahnbett und wird zunehmend tiefer (Taschenbildung). Schnell sind die entstandenen Taschen aufgrund ihrer Tiefe der täglichen Mundhygiene nicht mehr zugängig. Es entstehen Lebensräume für immer gefährlichere und aggressivere Bakterienspecies wie gramnegative Erreger (Porphyromonas gingivalis, Bacteroides forsythus, Prevotella intermedia, Actinobacillus actinomycetemcomitans), grampositive Erreger (Streptococcus sanguis, Peptostreptococcus micros) und Spirochäten. Hinzu kommt, dass das Zähnbürsten, aufgrund fortbestehen (Gingivitis) von Zahnfleischbluten und Schmerzen, zunehmend vermieden wird. Bei der Parodontitis werden Zahnfleisch, Faserapparat, die Wurzelhartsubstanz und sogar der Kieferknochen durch einen chronischen, schubweise verlaufenden, jedoch bisweilen auch eitrigen Prozess zerstört. Die Tatsache, dass diese Infektion gefährlicher und aggressiver Bakterien selbst vor dem Kieferknochen nicht Halt macht zeigt uns, dass es sich bei dem Prozess nicht allein um eine Zahnerkrankung handelt sondern, dass das Geschehen sehr bald systemisch wird und den gesamten Organismus betrifft. Eine rechtzeitig und richtig durchgeführt Parodontalbehandlung ist für Ihre Gesundheit in jedem Fall ein voller Erfolg.

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01.05.2013

Dr. Wolfgang Riedling - Zahnarzt und Zahntechniker: Parodontitis ist eine meist chronische, bakterielle Erkrankung des Zahnhalteapparates. Die Ursache liegt in aller Regel in einer unzureichenden Möglichkeit die Plaquefreiheit zu erzielen. Co-Faktoren, die einer Parodontitis-Erkrankung Vorschub leisten sind: Rauchen, Diabetes, vererbte Veranlagung, Zahnfehlbelastungen und Streß. Gruß

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15.04.2014

Dr. Andreas Zorn: Parodontitis entsteht dadurch, dass sich im Übergangsbereich von Zahn und Zahnfleisch Beläge bilden, welche unter anderem schädliche Bakterien enthalten. Die Beläge werden oft auch als Biofilm bezeichnet. Substanzen, die von den darin enthaltenen Mikroorganismen abgesondert werden, können zu einer Entzündung des Zahnfleisches führen, wenn die Beläge nicht regelmäßig durch Zähneputzen und andere Maßnahmen entfernt werden.

6719
19.12.2011

Welche Patientengruppen sind besonders für Parodontose anfällig?

Dr. Wolfgang Riedling - Zahnarzt und Zahntechniker: Es gibt vier Faktoren die nachweislich einer Parodontitiserkrankung Vorschub leisten. 1. Rauchen - 2. Diabetes - 3. Ererbte Veranlagung - 4. Streß

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14.10.2012

Christian H.W. Marklstorfer: Prinzipiell kann tatsächlich jeder Mensch von der Erkrankung betroffen sein. Allerdings vermag es die körpereigene Abwehr in den ersten Lebensdekaden noch, auffällige Symptome soweit abzuschwächen, dass die Diagnose der Anfänge nur durch den Fachmann möglich ist. Untersuchungen haben gezeigt, das statistisch gesehen deutlich mehr Zähne durch Parodontitis, also einer chronischen, stummen und schleichenden Entzündung des Zahnhalteapparates, verloren gehen als durch Karies. Wir wissen heute, dass in den westlichen Industrienationen mehr als die Hälfte aller über 35-Jährigen sowie beinahe jeder über 60-Jährige an
 an zumindest einer beginnenden Parodontitis leidet. Die vierte Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und der Bundeszahnärztekammer hat im Jahre 2005 gezeigt, dass unter den Erwachsenen mittleren Alters (35–44 Jahre) in etwa jeder Fünfte, nämlich 20,5 Prozent, an einer schweren Form der Parodontitis leidet; bei den Senioren ist dieser Anteil in etwa verdoppelt, denn unter den 65–74-Jährigen sind 39,8 Prozent von einer schweren Ausprägung der Erkrankung des Zahnhalteapparates betroffen.

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01.05.2013

Dr. Andreas Zorn: Patienten mit geschwächtem Immunsystem, Diabeteskranke, Schwangere, Tumorpatienten und Raucher

6719
19.12.2011

Wie gestaltet sich die Behandlung von Parodontose?

Prof. Dr. Brauner, Astrid: In den meisten Fällen ist eine konservierende Behandlung (ohne chirurgischen Eingriff oder Entfernen von Gewebe) völlig ausreichend. Wir haben hier sehr große ERfolge zu verzeichnen. Die Behandlung gliedert sich in: - Besprechen eine geeigneten und bequemen Mundhygiene - Erstellen aller Unterlagen wie Untersuchung der Mund- höhle und der Taschen, Röntgenbilder, mikrobiol. Unter- suchung etc. - Taschenreinigung unter lokaler Betäubung (z. B. durch Auftragen eines Gels und ohne "Spritze") - Abschlussuntersuchung. Die Behandldung ist völlig schmerzfrei. Auch nach der Behandlung kann es höchstens - und das auch nur vorrübergehend - zu eine Kälteempfindlichkeit kommen.

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2335
08.10.2012

Zahnarztpraxis topDentis Cologne: Parodontitsbehandlung ist ein andauernder Prozess, er beginnt zunächst mit einer professionellen Zahnreinigung, ein bis zwei PAR-Vorbehandlungen und anschliessender Parodontitis Behandlung. Hier werden die Zahntaschen von Ablagerungen und entzündetem Gewebe gereinigt. Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt muss regelmässig nachbehandelt werden.

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9541
19.01.2013

Dr. Andreas Zorn: Vollständige Entfernung des Biofilms und Zahnstein unter dem Zahnfleisch und Reduktion des entzündeten Zahnfleisches mit Anästhesie

6719
19.12.2011

Wie kann die Patientin / der Patient gegen Parodontose vorbeugen?

Dr. Daniela Hervatin/Ann-Kristin Jurawitz: Das wichtigste ist, die Parodontitis zu stoppen. Dieses kann der Patient nur mit zahnärztlicher Hilfe erreichen. Ist eine ausführliche Diagnostik, also Untersuchung, erfolgt, wird eine individuelle Therapieplanung vorgeschlagen. Oftmals muss auch eine Absprache mit dem Hausarzt aufgrund von Medikamenten und Allgemeinerkrankungen erfolgen. Grundsätzlich enthält jede Parodontitisbehandlung eine Vor-, Haupt- und Nachbehandlung. Ihre Mitarbeit entscheidet. Denn ein Ändern und ein Umdenken der eigenen Mundpflege und Ernährung entscheidet den Erfolg maßgeblich.

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13.11.2012

Dr. Wolfgang Riedling - Zahnarzt und Zahntechniker: Folgende Faktoren geben einer Parodontitis-Erkrankung Vorschub: 1. Rauchen 2. Stress 3. Diabetes 4. Vererbte Veranlagung 5. Schlechte Mundhygiene Die Vorbeugung besteht in exzellenter Mundhygienen und 2-4 mal professionelle Zahnreinigung pro Jahr

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14699
21.11.2012

Zahnärzte Brandmann & Kollegen: Regelmäßiges Zähneputzen, Mundspülung und Zahnseide benutzen und mindestens zwei Mal jährlich zur professionellen Zahnreinigung gehen.

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01.10.2013

Ist eine regelmäßig durchgeführte professionelle Zahnreinigung ein guter Schutz gegen Parodontose?

Prof. Dr. Brauner, Astrid: Auf jeden Fall - aber leider häufig nicht alleinig ausreichend!

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2335
08.10.2012

Christian H.W. Marklstorfer: Sowohl umfangreichen medizinische als auch zahnmedizinische Studien haben es bewiesen: Ja! - und zwar mit absoluter Sicherheit. Natürliche und gesunde Zähne sind ganz einfach perfekt und im Grunde unersetzlich. Unser oberstes Ziel ist es daher Ihre Zähne gesund zu erhalten. Da die übliche Mundhygiene nicht ausreichend ist empfiehlt der Deutsche Zahnärzteverband eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) etwa zwei Mal jährlich durchführen zu lassen, denn nur so können gefährliche Bakterien und Verunreinigungen beseitigt werden, die die Zahnbürste nicht erreichen kann. Sowohl Karies als auch die gefährliche Parodontose sind Infektionskrankheiten. Letztere stellt einen Risikofaktor für eine Vielzahl allgemeinmedizinischer Erkrankungen dar. So gilt ein Zusammenhang zwischen parodontalen Erkrankungen und erhöhtem Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt), Diabetes mellitus, Schlaganfall und rheumatischen Erkrankungen usw. als wissenschaftlich gesichert. In der vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV), die die Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und die Bundeszahnärztekammer im Jahre 2005 durchführen ließen wurde belegt, dass die subgingivale Plaque (Bakterien in den Zahnfleischtaschen) bei der Durchschnittsbevölkerung von mehr als 800 verschiedene, zum Teil sehr gefährlichen, Bakterienarten besiedelt ist. Diese Bakterien haben das Potential in den ganzen Organismus zu streuen. Das zeigt uns einmal mehr, dass sich die Auswirkungen der Zahngesundheit nicht nur auf die Mundhöhle beschränken. Ein wesentliches Ziel der Prophylaxe ist die vorsorgliche Reduktion dieser Bakterien. Zahngesundheit betrifft den gesamten Körper! Lassen Sie sich von uns über unser Prophylaxe- sowie unser Erweitertes Prophylaxeprogramm informieren.

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01.05.2013

Dr. Andreas Zorn: Ja optimal mit guter häuslicher Zahnpflege kombiniert

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19.12.2011

Parodontitis, eine Volkskrankheit

Begriffserklärung: Parodont

  • -itis steht im Medizinischen für eine Entzündung
  • -ose für eine Alters- oder Verschleisserscheinung, bekannteste Arthrose

Früher hielt man Paradontose für altersbedingt Parodontitis wird, wie man inzwischen weiss, durch Bakterien verursacht, die man bekämpfen kann.

Halt! Wackelt da nicht ´was?

Der gesündeste Zahn hat keine Chance, wenn der Apparat, der ihn hält, nichts taugt. Das, was den Naturzahn im Kiefer an seinem Platz hält, sind: der Kieferknochen, die Zahnhaltefasern zwischen diesem und der Zahnwurzel und das Zahnfleisch, die Gingiva. Mit eben diesem Halteapparat befasst sich die Lehre von der Zahnumgebung, die Parodontologie. Parodontitis, so die verbreitete, aber nicht ganz korrekte Selbstdiagnose vieler "Zahnfleischbluter", ist neben der Karies die verbreitetste Zahnerkrankung. Sie ist aber eben nicht eine Erkrankung des Zahnes selbst, sondern setzt als Entzündung am Zahnfleisch an und heißt dann korrekt: Gingivitis; greift der Entzündungsprozess auf das Zahnbett über, handelt es sich um eine Parodontitis und wenn das Zahnfleisch ohne erkennbare Entzündungsanzeichen zurückgeht, um die so genannte Parodontosis. Parodontalerkrankungen sind in vielen Fällen Ursache für den Zahnverlust besonders bei Erwachsenen ab dem 35. Lebensjahr. Erkrankungen des Zahnhalteapparates sind besonders heimtückisch, da sie meist harmlos und unbemerkt beginnen und oft aus dem Zusammenspiel mehrerer, je für sich nicht ganz so schädlicher Umstände herrühren. Mangelnde Pflege und Fehlernährung sind hierbei ebenso zu nennen wie innere Erkrankungen des Patienten, Überbeanspruchung und falsche Belastung des Zahnes oder seines Halteapparates etwa durch Zahnfehlstellungen, aber auch manche Folgen zahnärztlicher Arbeiten im Mundraum. In den weitaus meisten Fällen jedoch beginnt die Erkrankung wie die Karies durch eine übermäßige Bakterienbesiedlung infolge mangelnder Mundhygiene und zu kohlehydrat- oder schlicht zuckerhaltiger Ernährung. In deren Folge bilden sich zunächst Beläge und anschließend Plaque und Zahnstein. Diese harten Beläge schützen die Bakterien gegen die herkömmliche Zahnreinigung, da sie ihnen Halt und Nischen bieten, die die Zahnbürste nicht mehr erreicht. Zuckerhaltige Mahlzeiten, gerade die kleinen Snacks zwischendurch, bieten den Bakterien reichlich Nahrung, regen die Produktion von Schadstoffen an und tragen zur Bildung eines Säureniveaus im Mund bei, das Zahn und Zahnfleisch angreift und im schlimmsten Fall zerstört. Falsche Belastungen etwa durch Zähneknirschen, Zungenpressen oder aufgrund von Kieferanomalien oder Zahnfehlstellungen, aber auch Unterforderungen durch zu weiche Nahrung oder schadhafte zahnärztliche Versorgungen wie schlechtsitzende Kronen oder defekte Füllungen können Erkrankungen der Zahnumgebung fördern, da sie den Bakterien zusätzliche Schlupflöcher eröffnen.
Systemische Erkrankungen der Patientinnen und Patienten, insbesondere Diabetes sowie einige Magen- und Leberleiden, begünstigen Erkrankungen des Zahnhalteapparates, und das Rauchen auch. In diesen Fällen müssen Zahnärzte und die jeweiligen Fachärzte gemeinsam eine Therapie entwickeln. Wie allen anderen an Parodontitis Leidenden geholfen werden kann, zeigen die nächsten Teile dieses Workshops.
V.i.S.d.P.: M.I.O.D. KG

Informationen über Parodontitis und Parodontose

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