Implantat - Zahnärzte im Interview zum Thema Implantat
Welche Möglichkeiten hat ein Patient in Sachen Implantologie bei Zahnverlust?
Thema: Implantologie
33 Punkte |
Sofortimplantate oder Spätimplantate ... lesen
Was sind typische Grenzen der Implantologie?
Thema: Implantologie
33 Punkte |
Zu wenig Knochenangebot, gefährdete Strukturen (z.B. Nerven) Patiente ... lesen
Wie schmerzhaft ist die Behandlung?
Thema: Implantologie
33 Punkte |
"normaler Wundschmerz" sehr selten ist mit großen Schmerzen zu rechne ... lesen
Wie sicher ist die Implantologie?
Thema: Implantologie
33 Punkte |
Heutzutage sind die Implantate bei guter Mundhygiene gut 15 Jahre (und ... lesen
Welche besonderen Vorteile bietet Ihre Praxis in der Implantologie?
Thema: Implantologie
33 Punkte |
Sorgfältige Chirurgie mit führendem Implantatsystem. ... lesen
Das Zahn-Online Interview zum Thema Implantat














Zahnimplantate Vorgehen
Wie lange dauert´s, bis alles sitzt? Kann ich zwischendurch alles essen? Krieg´ ich ´ne Narkose? Was ist mit Komplikationen? - und danach?
Muss das alles sein?
Natürlich lassen sich angenehmere Therapien vorstellen als das Aufschneiden des Zahnfleisches, das Freilegen des Kieferknochens, das Einfräsen eines Loches in denselben, das Einpfropfen eines Implantates, das anschließende Zunähen, Abwarten und Fädenziehen. Aber worin bestehen diese Alternativen?
A.) Die Lücke bleibt.
Folge: die Zahnreihe verliert ihre Stabilität und kollabiert.
B.) Die Lücke wird "klassisch" überbrückt.
Folge: gesunde starke Nachbarzähne werden zu "Pfeilerzähnen" beschliffen, also in ihrer Substanz geschwächt.
C.) Eine Klammerprothese wird als herausnehmbare Lösung eingelegt.
Folge: Klammerzähne können beschädigt werden; die unerlässlichen Haltehilfen: Gaumenplatten im Oberkiefer bezie-hungs-weise unter der Zunge liegende Sublingualbügel für den Unterkiefer bieten einen ausgesprochen bescheidenen Trage-komfort. Daher ist diese Lösung allenfalls als Provisorium (er)tragbar.
Ob zum Zahnlückenschluss ein Implantat die optimale Lösung ist, muss stets im konkreten Einzelfall entschieden werden (dazu abschließend im nächsten Teil). Ist aber die Entscheidung erst einmal pro implantatio gefallen, wird in der Regel in vier Schritten oder Phasen vorgegangen:
- Unter im Allgemeinen örtlicher Betäubung wird zunächst der für die Implantation vorgesehene Knochenabschnitt freigelegt, dieser wird durch vorausgehende Röntgenuntersuchungen ermittelt.
- Mit speziellen Bohr- und Fräsgeräten wird sodann in aufsteigender Bohrkopfgröße das Knochenlager für das Implantat geschaffen. Nach Einbringen des Implantates wird bei zweiphasigen Implantatsystemen die Wunde wieder mit der Knochen- und Wundschleimhaut abgedeckt, die dann vernäht wird.
- Nach der Einheilzeit wird das Implantat durch einen Schnitt durch das darüberliegende Gewebe wieder freigelegt und eine Einheilschraube, der so genannte Gingivaformer, eingesetzt.
- Nach einer erneuten, deutlich kürzeren Einheilphase von in der Regel nicht mehr als drei Wochen kann mit der Einpassung der endgültigen Prothese begonnen werden.
Da das Einsetzen der Implantate unter örtlicher Betäubung, also lokaler Anästhesie, erfolgt, ist der Eingriff normalerweise schmerzfrei. Die Operation bringt kaum Nachwehen mit sich und das Zahnfleisch verheilt in wenigen Tagen.
Zahnimplantate: Sofortbelastung
Durch besondere Oberflächenstrukturen und die Gestaltung des Zahnimplantats, die die Integration des Implantats im Knochen verbessern, ist eine Sofortbelastung der Implantate möglich. In der Fachsprache: durch biologische verbessertes Reaktionspotenzial wird die Osseointegration positiv beeinflusst. Voraussetzung dafür ist, das genug Knochensubstanz vorhanden ist. Vorwiegend im Frontzahnbereich, um die Ästhetik wiederherzustellen (ästhetische Rehabilitation). Im Seitenzahn wird dies kritisch gesehen, da die Kaubewegung (mastikatorische Funktion) überwiegt und grössere Kräfte auftreten. Die Versorgung erfolgt meist durch ein Langzeitprovisorium.
Sofortimplantation
Dies ist etwas anderes als die Sofortbelastung der Zahnimplantate: Einbringen des Implantats unmittelbar nach dem Ziehen der natürlichen Zähne. Insertion des Zahnimplantats nach der Extraktion in die Alveole. Bedingungen: keine Paradontits, gutes Knochenfach.
Hinweis:
Risikofaktoren wie eine geschwächte Knochenregeneration oder systemische Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, hormonelle Unregelmäßigkeiten müssen allerdings in die Anamnese eingehen und zu einer Risikoabwägung unter Hinzuziehung der Hausärztin, des Hausarztes Anlass geben.
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