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Was sind typische Grenzen der Implantologie?

40 Zahnärzte haben diese Frage beantwortet.

Hardy Gaus: Ich sehe den rasanten Entwicklungen in der Implantologie mit großer Sorge entgegen. Nach meiner Erfahrung tragen zahnärztliche Implantate und viele der damit verbundenen Operationstechniken (z. B. Sinuslift) zu einer massiven Störfeldbelastung des Organismus bei und führen damit früher oder später zur Blockierung der körpereigenen, physiologischen Regulationsmechanismen. Chronische Erkrankungen werden deshalb zunehmen. Da die Symptome und Beschwerden selten direkt im Bereich der Implantate auftreten, sondern an der genetisch vorbestimmten Schwachstelle des Patienten, kann eine nach linearen Kriterien urteilende Schulmedizin derartige Zusammenhänge nicht erfassen.

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2878
11.04.2011

Dr. Robert Kempter: Die einzige unüberwindliche Grenze ist die Altersgrenze nach unten: Da Implantate im Gegensatz zu natürlichen Zähnen nicht mitwachsen, muss das Kieferwachstum abgeschlossen sein. Und wer nicht gewillt ist, seine Zähne zu pflegen und regelmäßig zur Kontrolle und zur Prophylaxe zu kommen, der sollte sich keine Implantate setzen lassen. Ansonsten gilt: Wer es schafft, in die Praxis zu kommen, der kann auch Implantate bekommen. Risikofaktoren sind z.B. starkes Rauchen, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, unbehandelter bzw. schlecht eingestellter Diabetes, Bestrahlungen, Chemotherapie, Einnahme von bestimmten Medikamenten wie z.B. Bisphosphonate. In diesen Fällen ist das Risiko für einen Mißerfolg erhöht, das heißt aber nicht, dass Implantate nicht möglich wären. Dagegen ist die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten in der Regel kein Hindernis, in vielen Fällen muss die Einnahme nicht einmal unterbrochen werden.

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3000
14.04.2011

Dr. Frank-Christoph Langer: nicht eingestellter Diabetes, sonstige Wundheilungsstörungen, Raucher, mangelnde Mundhygiene

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3222
06.04.2011

Dr. Bernd Estelmann: Zu wenig Knochenangebot, gefährdete Strukturen (z.B. Nerven) Patientenbedingte Kontraindikationen

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4606
25.03.2011

Drs. Alamouti & Melchior- Zahnärzte im Mediapark: starke Raucher, Diabetes, extremer Knochenabbau

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15346
06.04.2011

Kristin Endres MSc: Mangelhaftes Knochenangebot, Schlechte Mundhygiene, Rauchen und eventuell Krankheiten, die eine erfogreiche Integration der Implantate nicht zulassen.

1
4563
06.04.2011

Andreas Hager: gesundheitlicher Art (schwere Erkrankungen, Heilungsstörungen), finanzieller Art

1
2209
06.04.2011

Dr. Bengt-Ove Mattsson: Allgemeine Krankheiten. Knochen!!

1
5751
06.04.2011

Dr.Dr. Marianne Grimm: bestimmte Allgemeinerkrankungen fehlende Möglichkeiten der Pflege

1
2542
07.04.2011

Dr. Jens Schumann: Meist finanzielle.

1
5437
07.04.2011

Dr. Kathrin Schulze: fehlender Knochen, der aber wieder neu aufgebaut werden kann

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3513
08.04.2011

Walter Tatzel: Klassischerweise ein weit fortgeschrittenes Alter des Patienten mit entsprechend reduziertem Allgemeinzustand. Daraus ergeben sich Probleme hinsichtlich der Hygienefähigkeit, Immunsituation, Knochenangebot und Verträglichkeit von Augmentationsverfahren. Unabhängig vom Alter eines Patienten gibt es auch Einschränkungen durch einige Stoffwechselerkrankungen und exzessives Suchtverhalten.

1
2273
31.05.2011

Praxis für Zahnheilkunde Dr. Buschmann: Knochenstoffwechselerkrankungen

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5569
07.06.2011

Dr. Robert Carthaus: Schmaler Kiefer und manche Allgemeinerkrankungen.

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2425
29.07.2011

Dr. Andreas Zorn: Das Knochenangebot, spezielle Erkrankungen oder nach bestimmter Medikation wird der Implantationerfolg zu schwer vorhersehbar.

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7509
11.10.2011

Dr. Mathias Bahr - Zahnärzte - Praxis für moderne Zahnmedizin: Es gibt verschiedene Erkrankungen bei denen das setzen von Implantaten kontraindiziert ist. Auch nach Bestrahlungen im Kopfbereich oder Einahme bestimmter Medikamente dürfen tlw. keine Implantate gesetzt werden. Im Normalfall bestimmt das Knochenangebot die Vorgehensweise.Zusätzlich muss dann Knochen aufgebaut werden. Dies kann durch eigenen Knochen, sowie Knochenersatzmaterialien erreicht werden. Ist das Knochenangebot zu gering, ist eine Implantation nicht möglich.

1
4690
13.05.2012

Dr. Gero Wittstock: Implantate sind ein funktionierende und ausgereifte Möglichkeit, verloren gegangene Zähne zu ersetzen. Durch dentale Implantate haben wir heute ein Mittel in der Hand unterschiedlichste Indikationen zu therapieren. Von der Einzelzahnlücke bis zum zahnlosen Patienten. Festsitzende, natürliche Zähne können dadurch realisiert werden und der Patient rehabilitiert werden. Auch wenn moderne Implantatsysteme diesen Indikationsbereich immer weiter ausdehnen (durch moderne Implantatformen, Oberflächen der Implantate und neuartige Materialeigenschaften), so gibt es dennoch Grenzen der Implantologie. Hier muss man zwischen relativen und absoluten Indikationen unterscheiden. Ganz klar ist zu sagen, Implantate brauchen ausreichend Knochen, um suffizient Einzuheilen und als vollwertige künstliche Zahnwurzel zu dienen. Ist nicht genügend ortsständiger Knochen vorhanden, können wir durch unterschiedliche "augmentative", also aufbauende Verfahren, Knochen wiederherstellen. Hier kann mit patienteneigenem Knochen, aber auch Knochenersatzmaterial gearbeitet werden. Die unterschiedlichen Knochenaufbauenden Verfahren sind sehr komplex (externer/interner Sinuslift, Anlagerung von Knochenblöcken, bone splitting,...). Nur in ganz seltenen Fällen sind derartige knochenaufbauenden Massnahmen nicht möglich. Osteoporose stellt keine Kontraindikation für eine Implantation dar. Es gibt jedoch einige allgemeine Erkrankungen, die das Einheilen von Implantaten erschweren. Dazu gehört insbesondere ein schlecht eingesteller Diabetes. Häufig sprechen wir daher vorher mit dem behandelnden Arzt unserer Patienten, um derartige allgemeinmedizinische Risikofaktoren auszuschließen bzw. zu minimieren. Auch Rauchen ist immer wieder ein Thema im Rahmen einer geplanten Implantation. Hier gilt auch heute noch klar die Empfehlung, dass Rauchen aufzugeben bzw. stark einzuschränken. Bei sorgfältiger und gewissenhafter Planung einer möglichen Therapie mit Implantaten, sind der Implantologie nur wenige, aber entscheidende, Grenzen gesetzt. Diese können jedoch vor Therapiebeginn erfolgreich erkannt und eingeplant werden.

1
9827
03.09.2012

Dr. Benvenuto-Gerard Gaebler: Hypertonie / Hypotonie mit Tabletteneinnahme * Insulinpatient * Tumor - Patienten * Frauen ab 40 mit progredientem und ohne Hormongabe nicht leicht zu stoppendem Knochenabbau im Mund.

3046
06.04.2011

Maximilian Herpich: die Grenzen werden immer geringer. in immer häufigeren Fällen ist eine Implantation möglich.

2935
06.04.2011

Matthias Franke: - Allgemeinerkrankungen - schlechte Mitarbeit bzw. Mundhygiene - leider auch der Preis.

2254
07.04.2011

Dr. med. dent. Richard Krause: Die meisten Implantate fallen naturgemäß bei Patienten an, die bereits eine Vielzahl von Zähnen verloren haben, die also Risikopatienten in Bezug auf den Erhalt von intraoralen Strukturen sind. Hier muss zwingend die Grunderkrankung, oftmals Parodontitis, regelmäßig behandelt werden. Regelmäßige Erhaltungstherapie ersetzt regelmäßigen Zahnverlust.

4564
15.04.2011

Dr. Volker Ludwig & Kollegen: Wenn der Patient genügend Gedult und Zeit investiert kann man fast alle Fälle perfekt versorgen

13088
22.04.2011

Dr. Wolfgang Wildner: Der chronisch kranke Patient. Metallunverträglichkeiten. Der Parodontosepatient (auch an Implantaten gibt es Parodontose)!

11212
03.05.2011

Dr. med. dent. Andreas FIEGE: Das stark eingeschränkte Knochenangebot im jeweiligen Kiefer, sowie die Belastbarkeit und Budget des Patienten.

2443
13.05.2011

Dr. T. Urban: minimale Knochenangebot im Unter- und Oberkieferbereich oder im Seitenzahnbereich.

4443
24.05.2011

Dr. Ulrich Wick: zu wenig "Lager".

2221
16.06.2011

Helmut Siebert: siehe Stellungnahme DGZMK

3702
09.07.2011

Michael Juhl & Siegrid Juhl: Zu wenig Knochen, schlechter Allgemeinzustand, keine Patientenmitarbeit.

2448
18.08.2011

Dr. Heinz-Uwe Eschweiler: Der Zustand des eigenen Knochens ist immer der limitierende Faktor in der Implantologie. In einigen Fällen muss vor einer Implantation das Implantatbett chirurgisch vorbereitet werden. Das kann sehr umfangreich und langwierig sein. Wir, in unserer Praxis, arbeiten dazu mit sehr renommierten Kieferchirurgen zusammen, um abschließend optimale ästhetische Ergebnisse zu erzielen.

2803
22.08.2011

Dr. Marcus Parschau: Ungeduld, schlechte Mundhygiene und starkes Rauchen sind die Hauptfeinde einer erfolgreichen Implantattherapie. Alle diese Punkte lassen sich jedoch mit ein wenig Überzeugungskraft und Engagement beider Seiten meistens lösen.

6583
26.08.2011

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